Kofler & Kompanie IN DER PRESSE

F.A.Z.-Gourmetvision

Jetzt geht's an die Nieren

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BLACHREPORT 5_12

Es zählt die Kreativität

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Exklusiv München

Exklusive Allianz: Kofler & Kompanie mit Mandarin Oriental gehen gemeinsame Catering-Wege

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Kofler & Kompanie die neue Nummer 1 der deutschen Caterer

Der Blach Report präsentiert in seiner aktuellen Ausgabe die neue Nummer 1 unter den deutschen Eventcatering-Firmen.

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Blachreport 11_11

berichtet über Museen und Ausstelllungen als Veranstaltungsorte. Mit dabei unsere Locations: museum kunst palast in Düsseldorf, Jüdisches Museum Berlin, Bode Museum und Deutsches Historisches Museum.

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events 09/2011

Marie Fink berichtet in der "events" 09/2011 über die ERFOLGSSTORY KOFLER

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Blachreport 09_11

BlachReport wählt KP Kofler zum Event-Manager des MontasAugust

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Frankfurter Neue Presse

Hier gibt's Natur auf den Teller
Keine Schocki, keine Zitronen: Matthias Schmidt kocht rein regional.

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PLAYBOY 03/2011 STIL-SPEZIAL zur BERLINALE:

Filmfest-Stars in rasanten Schnitten: Für uns haben sich die Männer vor und hinter der Berlinale 2011 so richtig in Schale geworfen - zur Kostümprobe vor dem großen Party- und Premieren-Rennen der Männer vor und hinter der Berlinale...
Mit dabei KP Kofler!

Fotos Gregor Hohenberg und Jim Rakete
Produktion Samira Fricke

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ZDF Drehscheibe am 19. Januar 2011:

Küche auf Zeit

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Radio NRJ Berlin, 17. Januar 2011

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Plilipp von Studnitz schreibt in seiner BZ Kolumne am 03. Januar 2011:

VIP-Caterer Kofler serviert erstes Einweg-Restaurant
Das gab`s in Berlin noch nie: ein professionelles und komplettes Lokal, aber nur für 4 Wochen

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Das Slow Food Magazin 6_2010 berichtet über "Catering mit gutem Gewissen"

Barbara Goerlich beschreibt, wie sich die Luxuswelt des Event-Caterings mit Verantwortung für die Ressourcen und die Umwelt verbinden lässt.
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Dagmar von Taube/WELT am Sonntag schreibt am 5. Dezember 2010:

"Die Konkurrenz ist hart"
Sein Leben ist nicht nur Zuckerschlecken: Spitzen-Caterer Klaus P. Kofler bewirtet die Klugen und Schönen. Ein Gespräch über Dampf in der Küche und das Ende des Schweins...

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Das American Express-Magazin SELECTS schreibt:

Deutschlands Event Visionär
Er kocht für den Kaiser und die Kanzlerin. Klaus Peter Kofler ist der Catering-König der Republik. Keiner ist derzeit so kreativ und so erfolgreich wie der ehemalige Springreiter aus Bad Homburg.

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Institut testet Düsseldorfs Caterer

Das Deutsche Institut für Service Qualität hat von August bis September 2010 Düsseldorfs Caterer getestet. Kofler & Kompanie wird mehrfach hervorgehoben.

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BlachReport 12_10

BlachReport 12_10 berichtet über die neue PRET A DINER Kollektion 2010 "NUDE FOOD".

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www.blachreport.de

 

BlachReport 12_10

BlachReport 12_10 berichtet über die Veranstaltungsmöglichkeiten in der Villa Merton | Frankfurt.

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www.blachreport.de

 

food service 3/2010

berichtet über die Aktivitäten von Kofler & Kompanie in Südafrika zur WM 2010.

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Quelle: food-service

 

BlachReport 05_10

BlachReport 05_10 berichtet über das K | POT System von Kofler &Kompanie
"Prozessoptimierung im Catering "

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www.blachreport.de

 

automobil-events berichtet in der Ausgabe 12/2009 über das Messe-Catering von Kofler & Kompanie AG während der IAA in Frankfurt auf dem Stand von AUDI AG

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Quelle: www.automobil-events.de
BlachReport automobil events 02.09 (erschien im Dezember 2009)

 

TV-Bericht Center TV

über die Präsentation der PRET | A | DINER - Kollektion 2009 "COMFORT FOOD from the farm to the table" am 20. August 2009 im Meilenwerk Düsseldorf.

 

 

BlachReport 12_08

Klaus Peter Kofler über "Green Glamour", die Verbindung von Luxus, Genuss und verantwortungsvollem Handeln

BlachReport 12.08 interviewt KP Kofler zum Thema Green Glamour.
Lesen Sie hier

 

 

Grösster Schweizer Edelcaterer entsteht

Kofler & Kompanie AG, einer der führenden Caterer Deutschlands, schliesst sich mit dem Schweizer Premium-Caterer Oggenfuss zusammen.
Lesen Sie den gesamten Artikel aus den Schweizer "gastrofacts.ch" vom 19. März 2008

 

Kofler wird grösser und international

Der deutsche Edelcaterer Kofler & Kompanie will in der Schweiz die Nummer eins werden.
Lesen Sie hier den ganzen Artikel aus der Schweizer "htr hotelrevue" Nr. 12/20. März 2008

 

Fusion zweier Edelcaterer

"foodaktuelle.ch" schreibt am 20. März 2008 über die Fusion von Kofler & Kompanie AG und Oggenfuss Catering.

 

Entscheid leicht gemacht: Fusion der edlen Caterer

Das richtige Cateringunternehmen zu finden, ist oft alles andere als einfach.
"20minuten.ch: News von jetzt!" schreibt am 24. März 2008

 

Grösster Schweizer Edel-Caterer

Das Schweizer "Seesicht-Magazin" schreibt in seiner Ausgabe 2/08 über die Fusion von Kofler & Kompanie AG und Oggenfuss Catering.

 

Smoke on the Water: Davidoff-Schiff weiter auf Genusskurs

Das Schweizer Presseportal.ch schreibt am 02. April 2008 über das "Davidoff-Schiff" auf dem Zürichsee und das Catering von Kofler & Kompanie AG. Lesen Sie hier den gesamten Artikel von Presseportal.ch

 

GLAMOUR, GENUSS UND NACHHALTIGKEIT

Kofler & Kompanie: Der Caterer zeigt, wie sich die Luxuswelt des Event-Caterings mit Verantwortung für die Ressourcen und die Umwelt verbinden lässt.

Lesen Sie hier Teil 1 des Artikels aus "Catering Inside 3/2008"

Teil 2 des Artikels aus "Catering Inside 3/2008"

 

MACHER MIT VISIONEN

Kolfer & Kompanie: Nach dem Markteinstieg in die Schweiz plant CEO Klaus Peter Kofler nun auch weitere europäische Ziele an, will aber den Heimatmarkt Deutschland auf keinen Fall vernachlässigen.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel aus "Catering Inside 2/2008"

 

Das junge Öko-Lifestyle Magazin IVY schreibt in seinem Portrait über Kofler & Kompanie

ALLES GANZ, GANZ GENAU

Klaus Peter Kofler, Deutschlands bester Caterer, hat ein Imperium gebaut. Damit Sie seine Häppchen schnell essen und lange erinnern können, achtet er besonders auf eines: jedes Detail.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel.

 

Die "Frankfurter Neue Presse" schreibt am 09.04.2008 ganz aktuell über die neue PRET | A | DINER - Kollektion spring/summer 2008 "GREEN GLAMOUR".

Als Nachtisch gibt’s die Öko-Bilanz

Von Sabine Börchers
Frankfurt. Gemüse vom Discounter und Fleisch aus dem Supermarkt sind längst nicht mehr so beliebt, wie noch vor einem Jahr, als in Deutschland das Geiz-ist-geil-Fieber grassierte. Mittlerweile werden Ökoprodukte immer beliebter, und die heimischen Metzger haben wieder Zulauf. Aber wie glamourös kann Bio sein? Das fragte sich der bekannteste Frankfurter Caterer Klaus Peter Kofler, von Berufs wegen immer auf der Suche nach dem neusten Trend. Der zeigt, dass Ökologie und Glitzer-Pumps kein Gegensatz mehr sein müssen, nicht zuletzt dank des Engagements vieler Hollywoodstars oder des Fast-US-Präsidenten Al Gore.

„Green Glamour“ nennt Kofler das, was seiner Ansicht nach in der kommenden Saison bei den Top-Veranstaltungen bundesweit und seit neustem auch in der Schweiz, wo er mit einem der dortigen Caterer fusionierte, den Ton angeben wird. Bei der Präsentation seiner neuen Speisen-Kollektion im Zoo-Palais wollte er rund 160 Kunden und Geschäftspartnern beweisen, dass sie auch künftig durchaus im Luxus schwelgen dürfen, ohne ein allzu schlechtes Gewissen zu haben.

[...]

Den vollständigen Artikel können Sie auf www.rhein-main.net lesen.

 

Gaggenau-Küche im Münchener Showroom

Jetzt kann man Kochen auf höchstem Niveau hautnah erleben: im neuen Showroom von Kofler & Kompanie im Münchener HKW Mitte / freiheizhalle. Ausgestattet mit modernsten Küchengeräten der Firma Gaggenau, bietet die Eventküche auf ihren 90 Quadratmetern Platz für bis zu 30 Personen.
Hier erfahren Sie mehr…

 

Eventcatering: Allianz von Kofler & Kompanie und Oggenfuss

Künftig will man Events von Hamburg bis St. Tropez gemeinsam inszenieren. Es fusionieren Kofler & Kompanie, Frankfurt am Main, mit Oggenfuss Catering, Küsnacht. Also eine Deutsch-Schweizer Allianz. Dabei behält Roger Wilfinger, der vor fünf Jahren den Cateringteil aus der Küsnachter Firma Oggenfuss herausgelöst hat, 20 % der Anteile. Es gelang ihm in kurzer Zeit, sich zu den führenden Schweizer Namen im High-End-Business heraufzuarbeiten.

Nach Größenverhältnissen befragt, sagt Wilfinger folgendes: "Unser neuer Allianzpartner ist etwa 6- bis 7 mal größer als wir." (Quelle: GastroJournal, Schweiz).

Dazu muss man wissen, dass Kofler & Kompanie in einer Größenordnung von 20 Mio. € Jahresumsatz liegt.

gastrojournal.ch, 1. Februar 2008

 

Gault Millau wählt Klaus Peter Kofler zum „Restaurateur des Jahres 2008 “

In Saarbrücken wurde am Montag, den 12. November 2007 die 25. Ausgabe des französischen Gastro-Guides Gault Millau vorgestellt. Der Frankfurter KP Kofler wurde von der Test-Equipe zum  „Restaurateur des Jahres 2008“ gewählt.

Zitat aus dem Gault Millau: „Der sehr agile, smarte und ausgefuchste Betriebswirt aus einer Bäckerdynastie backt nur große Brötchen: als innovativer Gastronom und als Edel-Caterer der Häppchen-Society.“

Die Kofler & Kompanie Kochbar in Hamburg wurde erstmalig nach ihrer Eröffnung im Mai 2007 mit 14 von 20 möglichen Punkten ausgezeichnet.
KP Kofler gilt in Hamburg „als Prinz aus dem fernen Frankfurt, der das historische Gemäuer des Curiohauses wieder wachküsste“. Das Design wird als dekorativ, cool und schick beschrieben, die Showküche im Mittelpunkt als glänzend. Das kulinarische Niveau sei hoch, das Konzept eigen und offenbar aus Fernost inspiriert, die Kreationen hübsch angerichtet, ansehnlich, zumeist
wohlschmeckend immer noch mehr versprechend.

Das zur Kofler & Kompanie AG gehörende Gourmet-Restaurant „Villa Merton im Union International Club“ in Frankfurt bekam 16 von 20 möglichen Punkten. Es wird als glanzvolles, von zurückhaltender Eleganz getragenes Restaurant mit heimeligem Garten beschrieben. Der Service habe noch an Charme und Nonchalance gewonnen. Es heißt, man fühlt sich wohl im Reich des innovativen Gastronomen und Edel-Caterers, der neben Frankfurt auch in Hamburg, München und Berlin aktiv ist. Die Küche wird als elastische, schlanke Wohlfühl-küche betitelt, als feines Aromenspiel von differenzierter Raffinesse sowie die Gerichte als hinreißend, von zarter Leidenschaft getragen, duftig und beschwingt.

Der Gault Millau gilt neben dem Guide Michelin als einflussreichster Restaurantführer. Seine Auszeichnungen zählen zu den begehrtesten der Haute Cuisine.

Die Tester beschrieben und bewerteten insgesamt 79 Restaurants in Hessen.
65 Küchenchefs zeichneten sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen mussten, was einem Michelin Stern nahe kommt.

 

The New York Times empfiehlt Kofler & Kompanie KOCHBAR in Hamburg

In seinem 36-Stunden Bericht über Hamburg empfiehlt Denny Lee am 07. Oktober 2007 u.a. die Kofler & Kompanie KOCHBAR in Hamburg:

8:30 p.m. 9) FASHION PLATES It's not just old money that makes this city go round. Tarantella restaurant (Stephansplatz 10; 49-40-65-067-790; www.tarantella.cc), in the opulent Casino Esplanade, is a splashy playground for the city's fashion models, media elite and soccer players. The open kitchen serves terrific German food, too, like crispy suckling pig with creamy sauerkraut (17.50 euros) and lobsters plucked from a tank. For a hushed setting with serious cooking, take a taxi (it's a bit remote) to Kochbar (Rothenbaumchaussee 11; 49-40-36-11-16-36; www.koflerkompanie.com), a modish newcomer with inventive dishes like octopus carpaccio with sorbet.

Lesen Sie den vollständigen Artikel unter

travel.nytimes.com


Catering als Kunst – Häppchen auf dem Laufsteg

Caterer verwandeln Schinken in Eiswaffeln und Melone in Kügelchen. "Prêt-à-Dîner" nennt sich die neue Masche, die das Stehbuffet veredelt. [mehr]

"Wir haben bei Kofler & Kompanie", sagt Kay Schoeneberg, der Küchendirektor, stolz, "einen Convenience-Grad von unter fünf Prozent." Das heißt: 95 Prozent aller Produkte werden von Grund auf in Eigenarbeit hergestellt. Keine fertigen Vinaigrettes, keine gepulten Erbsen aus dem Tiefkühlfach. Für eine Veranstaltung wie das Focus-Fest braucht man dann eben drei Tage Vorlauf. [mehr]

Text: Süddeutsche Zeitung, 1.9.2007, Ijoma Mangold.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.

www.sueddeutsche.de/leben/artikel/500/130274/

 

Rastlos, smart und asketisch

Alexander Dibelius empfängt zum Lunch im 60. Stock des Frankfurter Messeturms. Da hat Goldman Sachs sein Deutschland Quartier. Das Catering kommt von Kofler & Kompanie.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 12. August 2007.

 

DIE "Kofler & Kompanie Kochbar" in Hamburg

VON JÜRGEN DOLLASE

Hinter dem Namen "Kofler & Kompanie" verbirgt sich die "Kofler Kompanie", eines der modernsten deutschen Catering-Unternehmen. Diese Firma des ehemaligen Profi-Springreiters und gelernten Konditors Klaus-Peter Kofler ist in den vergangenen Jahren besonders durch ihre Zusammenarbeit mit avantgardistischen Spitzenköchen wie Juan Amador bekannt geworden und betreibt unter anderem das Sterne-Restaurant "Villa Merton" in Frankfurt. Die vor kurzem eröffnete "Kofler & Kompanie Kochbar" befindet sich im Curio-Haus in Hamburg, einem 1911 vollendeten Bau mit sehr wechselvoller Geschichte vom Künstlerkarneval der zwanziger Jahre über NS-Prozesse in der Nachkriegszeit bis zu einer langjährigen Verwendung als Mensa der Universität Hamburg.

Kochkünstlerisches Vorbild für das sehr modern eingerichtete Restaurant mit der Küche in der Mitte des Raumes ist das "Atelier de Joël Robuchon" in Paris. Robuchon galt lange Zeit als bester Koch der Welt und machte vor einigen Jahren wieder von sich reden, als er versuchte, hervorragende Küche in kleineren Portionen und zu geringeren Preisen anzubieten. Genau das wird auch in der "Kochbar" praktiziert, und zwar mit durchaus ermutigenden Resultaten. Chefkoch ist Bastian Falkenroth, dessen Arbeit im Kölner "Le Moissonnier" und zuletzt bei Thomas Bühner im "La Vie" in Osnabrück für Kreativität und Modernität steht.

Angenehm fällt zunächst einmal die Tatsache auf, dass niemand große Menüs essen oder aus einer knappen Auswahl teurer Gerichte wählen muss. Es gibt zum Beispiel ein Mittagsmenü für 16 Euro (inklusive einem Glas Wein und Kaffee) oder neun Überraschungs-Gänge für 49 Euro genauso wie die gar nicht so kleinen Portionen von den "Degustations-Speisen" oder aber "Principal-Speisen", wie die Hauptgerichte genannt werden - die es aber auch fast alle als kleinere Degustations-Portionen gibt. Kurzum: Es wird versucht, das alte, mehr oder weniger festlich-formelle System der Spitzengastronomie aufzubrechen, übrigens auch mit einem Angebot an rund fünfzig offenen Weinen.

Das Ergebnis ist eine kreative Küche, die immer gut schmeckt und mit Augenmaß einige sinnvolle Elemente der Avantgarde einbaut. Das wird zum Beispiel beim "sautierten Kalbsbries mit Süßkartoffel, Zitrone und Rosmarinrauch" deutlich (elf Euro, alle angegebenen Preise beziehen sich auf Degustations-Portionen). Serviert wird ein Weckglas mit Briesstückchen und Süßkartoffelpüree, in das mit einer elektrischen Pfeife kurz vor dem Servieren Rosmarinrauch geblasen wurde, der am Tisch beim Öffnen des Glases wieder entweicht. Die Speisen im Glas sind in der kurzen Zeit aber nur sehr dezent aromatisiert worden, so dass zusammen mit einem Süßkartoffel-Stroh (also getrockneten, dünnen Streifen) ein feines aromatisches und texturelles Bild entsteht. Ein zweites Beispiel für den sinnvollen Einsatz modernster Entwicklungen ist die "Bouillabaisse-Panna-Cotta mit Baby-Calamaretti und Hummer" (13 Euro). Die Bouillabaisse wird mit einem Geliermittel aus der Produktion von Ferran Adrià namens "Kappa" in eine rechteckige Form gebracht. Es entsteht ein mittelfestes, sehr angenehm zu essendes Gelee, das weder zu weich noch zu stark ist und vor allem nicht nach Gelatine schmeckt.

Bei manchen Kreationen verschenkt Falkenroth allerdings noch etwas vom Potential seiner Ideen. Den Seeteufel etwa kombiniert er mit Kartoffelrisotto (Mini-Kartoffelwürfeln), Kombucha-Gelee und Wildkräutern. Der Einfall ist im Prinzip sehr gut, weil wegen der vielen verschiedenen Kräuter abwechslungsreiche Kombinationen möglich sind. Aber die Kräuter sind einfach zu trocken, und die wunderbaren Kombucha-Geleewürfel sind zu klein und werden nicht kalt genug serviert. Nicht ganz optimal ist auch der interessante "Lammrücken mit Currylinsen, Minzblätterteig und Aprikosenjus" (18 Euro), der durchaus mutiger hätte präsentiert werden können, also etwa mit einem deutlicheren Minzaroma. Das "Kalbsfilet mit geräucherter Sauce Hollandaise, ganz knapp gegartem Spitzkohl und Kartoffeln in zwei Texturen" (Püree mit schön krossen Mini-Würfelchen) kündet dann aber wieder von der Souveränität der Küche, wenn auch das Fleisch eine etwas kräftigere Kruste vertragen hätte. Der erst 25 Jahre alte Koch, der gerade seinen ersten Chefposten angetreten hat, ist zweifellos ein großes Talent, dessen Aufstieg man mit Spannung verfolgen sollte.

"Kofler & Kompanie Kochbar" im Curio-Haus, Rothenbaumchaussee 11, Hamburg. Telefon 0 40/36 11 16 36. Küche von dienstags bis freitags von 12 bis 15 Uhr und von 18.30 bis 24 Uhr. Samstags erst von 18.30 Uhr an, sonntags und montags geschlossen. Im Internet: www.koflerkompanie.com.

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26.08.2007, Nr. 34 / Seite 50

 

KLAUS-PETER KOFLER: ESSEN WIE DIE STARS

Er hat ein Sterne-Restaurant in Hamburg eröffnet - VANITY FAIR ONLINE erzählte er, dass er auch München erobern will.

Er wurde schon dreimal zum Caterer des Jahres gewählt und ist ein Vertreter der Molekularen K¨che. Jetzt will Klaus-Peter Kofler neben seinen Restaurants in Frankfurt, Berlin und Hamburg auch eines in München eröffnen.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel auf "VANITY FAIR ONLINE"

www.vanityfair.de/articles/stil/klaus-peter-kofler
/2007/07/09/01740/

 

GALA-Serie: Koflers Küchen-WM (1)
GALA-Serie: Koflers Küchen-WM (2)

HORMANN UNTERWEGS: EINE WM FÜR GENIESSER

Ach, wie war es ehedem doch bequem, als ein Mosel zu Forelle blau die Kriterien des Hochgenusses erfüllte. Darin waren sich alle einig. Und im Fußballstadion gab es Bratwurst zum Bier. Basta. Das galt auch auf den reservierten Plätzen für die geladenen Sponsoren und Persönlichkeiten, mit denen man sich gern schmückte. Ich musste unwillkürlich daran denken, als mir in der Sky Box des Berliner Olympiastadions Michael Käfers Truppe Variationen von Hummer und marinierten Hirschrücken servierte und mir mit Weinpflege und -Auswahl imponierte.

Es ging ein Ruck durchs Land, direkt aus der Volksseele heraus. Und damit verbunden war Feiern angesagt - jeder wie er es am besten mag. In den USA, das habe ich mehrfach erlebt, wird das Superbowl-Wochenende als das weltweit Höchste der Gefühle von Riesenpartys auf allen kulinarischen Ebenen gepriesen. Gegen das, was ich in Berlin erlebt habe, ist diese Veranstaltung ein Kindergeburtstag.

Ich glaube, es gibt keinen, der sich diesem Zauber der letzten Wochen entziehen konnte. An dieser Stelle soll ausnahmsweise nicht von der Fan-Meile die Rede sein und von Jubelfesten in den Freiluft-Cafés und Biergärten, sondern von Genuss-Veranstaltungen mit kulinarischen Köstlichkeiten. Ich bin alles andere als ein Partygänger, aber während der WM, die ja unendlich vieles verändert hat, war ich so häufig wie nie auf Partys in und im Umfeld der Stadien. In der Endphase des Fußball-Hochamtes übertraf das seit der Hugenotten-Zeit eher vergnügungsgebremste Berlin sogar die Glamour-Städte Paris und London. An einem einzigen Tag gab es in der Hauptstadt gleich neun große Feste. Der Bundespräsident feierte, Franz Beckenbauer und der Berliner Senat zogen die Gäste ins Technikmuseum. Der japanische Dentso-Konzern, Hauptpartner des Fußballweltverbandes, residierte im schönsten "Wohnzimmer" der größten deutschen Stadt, im glasgekrönten Pei-Bau des Zeughauses. Alle namhaften deutschen Caterer waren im Großeinsatz, erstmals auch "Berlins Beste" (der Schmeckt-lecker-Zusammenschluss von sechs Sterneköchen). Den WM-Goldpokal für den höchsten kulinarischen Genuss (wäre er denn vergeben worden) verdiente sich aber der Wahlberliner Klaus Peter Kofler, Deutschlands "Caterer des Jahres". Er ließ im Zeughaus die Küchenbrigade der weltbekannten Okura Hotels Tokio und Amsterdam an Tepanyaki-Ständen (Kobe-Rind wird auf heißen Platten gegart) und Sashimi- und Suchi-Bars agieren. Favorit war der sündhaft teure Toro-Thunfisch (100 Gramm kosten 150 Euro), der in dünnen Scheiben roh genossen wird. Die Patisserien, wo mit Stickstoff Eis-Spezialitäten gezaubert wurden, waren von Genießer-Trauben umlagert.

(Heinz Hormann, Die Welt, 15. Juli 2006)

 

MIT VOLLDAMPF IN RICHTUNG WM-VIERTELFINALE

Mentale Einstimmung für deutsches Fußball-Team

Noch drei Tage bis zum Viertelfinale am Freitag im Berliner Olympiastadion. Unsere Jungs treten gegen das Team von Argentinien an - die Vorbereitungen für das Kicker-Event laufen seit gestern auf allen Ebenen auf Hochtouren. Im Schlosshotel stimmt Trainer Jürgen Klinsmann die Nationalmannschaft körperlich und mental auf das Spiel ein. Zeit, Autogramme zu geben, hatte Klinsmann aber trotzdem. Der Preis für den coolsten Auftritt des Montags geht hingegen an Joachim Löw. Der Assistenztrainer, der an den Trainingsmethoden mittüftelt, lief gestern mit Handtuch um den Hals und in durchgeschwitzten Sportklamotten die Brahmsstraße entlang - zu Fuß. Ein seltener Anblick, die meisten Mitglieder der Schlosshotel-Fußballgemeinde verlassen ihr Quartier nur per Limousine.

Lässig auch Marcell Jansen und Spielerberater Gerd vom Bruch, die das Hotel ebenfalls per Pedes verließen. Auch gesichtet: Gerald Asamoah im Freizeitlook.

Fokus auf eine andere Facette des Fußballfestes namens Weltmeisterschaft. Anläßlich des Viertelfinales wird Klaus Peter Kofler für die Fifa-Hospitality etwa 4000 VIP-Gäste bewirten. Der Auftritt des Caterers in Zahlen: 2000 Quadratmeter Küche, Kühl- und Logistikfläche für die Vorbereitungen im ICC. Am Tag selbst sind auf dem Maifeld 80 Köche an 16 Buffets im Einsatz. Auf Koflers Einkaufszettel für Freitag stehen unter anderem: 100 Kilogramm Oliven mit Limonenduft, 135 Kilogramm pochierter Lachs mit Basilikum, 45 Kilogramm gehobelter Rettich, 240 Kilogramm gebratener Dorsch, 210 Kilogramm in Schwarzbier glasierte Schweinekeule mit Kümmel, 800 Gläser Berliner Weiße mit Himbeeren, 1800 Portionen geeister Kaiserschmarrn mit Vanille.

Beim Spiel Deutschland gegen Ecuador lobten bereits Unternehmer Johannes Graf von Westphalen, Frank Schübel (Leiter Konzernmarkenführung Deutsche Bahn) und Jochen Schuster (Universal Music) Koflers Catering. Weitere Fußball-Begeisterte, die in diesen Tagen daumendrückend durch Berlin geistern: Kicker-Experte Klaus Toppmöller - schaute wie auch Ulrich Meyer und Georgia Tornow in der "Vattenfall VIP-Lounge mit Pelé Club" im Berlin Capital Club (Hilton Hotel) vorbei. Den Fußball-Gott der Griechen, Otto Rehhagel, trifft man in diesen verrückten, schwarz-rot-goldenen Fußball-Tagen im Café Einstein Unter den Linden. Euphorie überall, selbst Kultbands wie The Strokes (werden heute gegen zehn Uhr im Grand Hyatt am Potsdamer Platz erwartet, treten abends in der Berlin Arena auf) drohen unterzugehen. Es sei denn, die Bandmitglieder schnappen sich einen Fußball und kicken selbigen quer durch die Hotellobby.

Die Welt, 27. Juni 2006

 

BERLINER GASTRONOM IN DER HÖHLE DES KÄFERS

Klaus Peter Kofler will mit seinem Catering-Service die Münchener Szene erobern

"Die besten Partys enden sowieso in der Küche - warum nicht gleich ganz dort feiern?", sagt Klaus Peter Kofler. Am Dienstagabend hat er denn auch eine Riesenküche zur Verfügung. Mehrere Gasherde wurden in der Halle der HypoVereinsbank an der Kardinal-Faulhaber-Straße aufgebaut. Der Berliner Gastronom tritt an, die Münchner zu erobern. Pret-a-Diner nennt er das Essen mit geladenen Gästen aus Wirtschaft und Medien.

Pret-à-Diner, das erinnert ganz bewusst an Pret-à-Porter-Schauen der Mode-Schöpfer. Kofler - schlank, Drei-Tage-Bart, Fönfrisur - will den Gästen zweimal im Jahr die neuesten kulinarischen Trends vorführen. Und was speist man so in dieser Saison? "Ich nenne es die neue Bürgerlichkeit", erklärt Kofler. Auf den Teller kommt also Kalbsfilet an Bärlauchrisotto mit Hummeröl oder Müritzlamm an Artischockenbulgur. Bürgerlich eben.

Damit das Publikum nicht nur lukullisch, sondern auch optisch verwöhnt wird, hat man das langbeinige Model Marie Amière als Moderatorin angeheuert. Schließlich plant Kofler, mit seinem Catering-Service Firmen und betuchte Privatiers in der Isar-Metropole als Kunden zu gewinnen. "Da sind Sie ja hier nicht in der Höhle des Löwen, sondern sozusagen in der Höhle des Käfers", kichert Frau Amière. Herr Kofler versichert, er habe sich auch doppelt und dreifach Mühe gegeben.

Selbst das Brot, betont er, sei etwas ganz Besonderes. Es komme nämlich aus Hannover. Wieso, ist es schon so alt, dass es bereits sprechen lernt und perfekt Hochdeutsch können muss, fragt sich das Publikum leicht irritiert.

Doch Kofler klärt auf: "Dort wird es im Steinofen gebacken, der mit Kohlblättern ausgelegt ist. Ein Aroma!"

Das Publikum lässt es sich schmecken und langt zu. Und Herr Kofler zieht seine Runden, lächelt, plaudert, verteilt Visitenkarten. Die Show in der Höhle des Käfers läuft gut.

Christine Pütter. Münchener Merkur Nr. 81, April 2006

 

ROTE KARTE FÜR POMMES MIT MAYO

Von Tina Bremer

Für rund 4 500 Hummer, die sich derzeit vor den Küsten Kanadas tummeln, ist der 9. Juli 2006 ein schwarzer Tag. Denn während sämtliche Fußballfans weltweit beim Endspiel der Weltmeisterschaft mitfiebern, wird den possierlichen Tierchen aus einem ganz anderen Grund eingeheizt. Schon Stunden vor dem Anpfiff werden die Meeresbewohner in zahlreichen Pfannen Berlins schmoren. In einer 550 Quadratmeter ausladenden Großraumküche nahe der Messe, um genau zu sein.

Denn dort kocht Kofler & Company, einer der fünf WM-Versorger, den Großteil des Essens für die rund 9 000 VIP-Gäste des WM-Endspiels. Das Gastronomie-Unternehmen bewirtet sie im Berliner Fußball-Zeltdorf, das eigens für die Weltmeisterschaft vor dem Stadion errichtet wird. Schließlich soll den Gästen, die für viel Geld ein WM-Arrangement erworben haben, nicht nur in sportlicher Hinsicht etwas geboten werden.

Den 25 000 Zuschauern, die Kofler bei den restlichen fünf Spielen im Berliner Zeltdorf verköstigt, wird kein Hummer serviert. Sie können ihre Mägen aber an allerlei anderen deutschen und mediterranen Köstlichkeiten laben. Angefangen von weißen nierenförmigen Borlotti-Bohnen mit Tomaten und Salbei über altdeutschen Kartoffelsalat mit Gurken bis zu Rinder- und Zanderfilet.

„Fußball ist bodenständig und braucht keine übertriebene Exklusivität“, sagt Kofler-Küchenchef Heiko Antoniewicz. Nur allzu schwer im Magen sollte das Essen nicht liegen. Schließlich muss noch so manche Niederlage verdaut werden.

Trotzdem sind vor allem die Antipasti großzügig portioniert. „Dadurch, dass die Zutaten so großteilig geschnitten sind, verlieren sie wenig Aroma“, so Antoniewicz – und grinst ein wenig verschmitzt. „Außerdem sind Fußballfans oft mit einem gesunden Appetit gesegnet.“ Deshalb hat Geschäftsführer Klaus-Peter Kofler zu den 20 fest angestellten 280 weitere Köche für die WM engagiert: „Viele Restaurants werden zu kämpfen haben. Schließlich werden drei Millionen Gäste erwartet.“

Ein schlechtes Gewissen, dass er der deutschen Gastronomie so viele Köche abzieht, hat er nicht. Schließlich spielt auch die Konkurrenz ganz oben in der kulinarischen Bundesliga mit. Der Gastronom Käfer ist mit der Gästebetreuung der Programme „Skybox“ und „Elite“ in allen Stadien sowie „Prestige“ und „Premier“ in München beauftragt worden. 700 Köche verarbeiten für ihn annähernd zehn Tonnen Fleisch, zwei Tonnen Garnelen und 13 Tonnen Gemüse.

Aus den Zutaten werden so exotische Gerichte wie lackierte Teriyaki-Garnele am Spieß oder ein Champagner-Süppchen mit Holunderblüten-Eis kreiert. Das Dessert: geeiste Quarkknödel mit Erdbeer-Rhabarberragout oder gebrannte Rosmarincrème mit Ingwer-Äpfeln.
Wer 300 000 Euro für eine Loge zahlt, gönnt seinem Gaumen eben nur das Beste. Deshalb haben Hummer auch bei den Münchener Köchen gar nichts zu lachen

HANDELSBLATT, 11. Februar 2006

 

AROMA AUS DER ALGEN-KAPSEL

Von Lars Reppesgaard

Erbsenschaumsuppe mit Minzkugeln oder Schokoladen-Frühstücks-Schaum. Das zum Beispiel kommt dabei heraus, wenn man neun Monate lang Spitzenköche mit Lebensmittelwissenschaftlern in ein Kochlabor stellt.

HB BREMEN. „Wissenschaftsmenu“ heißt das von der EU geförderte Projekt, das bis zum Jahreswechsel mitten im Bremerhavener Fischereihafen ablief. Im dortigen Technologietransferzentrum (TTZ) tüftelten Lebensmittel-Wissenschaftler gemeinsam mit Hotelköchen an innovativen Rezepturen und Verfahren für die Gastronomie.

Die besondere Mixtur aus Wissenschaft und Praxis erklärt Projektleiterin Claudia Krines vom TTZ: „Köche haben Ideen und ihre Leidenschaft für Lebensmittel mitgebracht. Und wir besitzen technische Anlagen, die in keiner Küche stehen, und die nötigen Analyseverfahren.“ So seien auch neue Herstellungsverfahren entstanden, bei denen die Beschaffenheit der Zutaten verändert wurde. Um etwa Herzen aus Balsamico-Essig in eine Blätterteigspezialität zu pflanzen, musste an der Konsistenz der Flüssigkeit gearbeitet werden. „Essig eine cremige Textur zu verleihen, ist schon eine Herausforderung“, sagt Krines.

Auf diese Art kreierte Schaumtexturen könnten künftig als Blaupausen für neue Lebensmittel dienen. Wie auch die kirschtomatengroßen Liquid-Drops – ein weiteres Ergebnis des Projekts. Mit diesen Geleehüllen aus Alginat, einem Algenextrakt, können Köche zum Beispiel Fruchtsaft oder andere Flüssigkeiten umschließen – und so das jeweilige Aroma versiegeln. Solche neuen technischen Möglichkeiten beflügeln die Fantasie der Gourmetköche. „Hocharomatische Liquid-Drops in klarer Essenz ersetzen bei uns die normale Tomatencremesuppe“, sagt Tom Schmidt, Koch im Bremer Restaurant Topaz. Auch Absinth-Kapseln im Cocktail oder Rote-Bete-Kugeln zum Carpaccio wurden im Kochlabor auf dieser Basis entwickelt.

Catering-Unternehmen wie Kofler & Company aus Frankfurt nutzen bereits die Alginate. Sie seien nützlich, um luftige Cremes zu kreieren, die nicht nach Minuten in sich zusammen fallen, sondern weit über eine halbe Stunde lang appetitlich bleiben. So ließen sich fragile Schaumkompositionen auch für größere Gruppen anbieten, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Klaus Peter Kofler.

Dass die Hüllen nicht aus synthetischem Grundstoff bestehen, ist kein Zufall. Alle Entwicklungen des TTZ basieren auf natürlichen Prozessen und Verfahren und nutzen nur natürlich gewachsene Produkte. Die Forscher in Bremerhaven verstehen sich als Gegenpol zu den Lebensmittelchemikern in Foodkonzernen. „Während die Produktvielfalt in den Supermärkten ein riesiges Ausmaß angenommen hat, ist die geschmackliche Vielfalt auf der Strecke geblieben“, kritisiert TTZ-Geschäftsführer Werner Mlodzianowski. Die zunehmend preissensiblen Verbraucher nehmen authentische Produkte seltener an, weil die künstlich hergestellte Kopie meist billiger ist.

Viele kleine, innovative Lebensmittelanbieter sowie Köche, Konditoren und Pralinenhersteller leiden unter dieser Entwicklung. Neue Geschmackserlebnisse und Texturen könnten ihnen helfen, sich vom Einheitsessen aus dem Supermarkt und vom Fastfood stärker als bisher abzuheben. „Dafür müssen wir das Spiel zwischen Textur, Geschmackseindrücken, traditionellen Rezepturen und ungewöhnlichen Neuheiten beherrschen“, sagt der Koch Tom Schmidt.

Ein weiteres Ziel der Kooperation: Kostensenkung in der Küche. „Neben der Entwicklung von Neuheiten hat mich die Optimierung meiner Produktionsprozesse stark interessiert“, sagt etwa der Bremer Patissier Peter Hauptmeier. „In der Zusammenarbeit haben wir auch die Herstellung von Pralinen vereinfacht.“

Auch dem Weingenießer könnte das TTZ in Zukunft beim Einkauf helfen: So bemühen sich die Bremerhavener Forscher um die wissenschaftliche Erfassung des Weingeschmacks: „Wir arbeiten an einem Verfahren, um Qualität und Geschmack objektiv beurteilen zu können“, sagt Projektleiter Hubert Lauterbach. Messbare Inhaltsstoffe eines Weines sollen dabei mit den blumigen Beschreibungen von Weinkennern in Relation gesetzt werden. Die von Fachleuten verkosteten und beschriebenen Weine zerlegt Lauterbach in seinem Labor in ihre einzelnen Bestandteile. Mit Hilfe einer Software versucht er dann, Beziehungen zwischen den subjektiven Eindrücken und den zu bis 1000 Inhaltsstoffen herzustellen. Das sei komplexer als gedacht, räumt Lauterbach ein. Mit Hilfe immer besserer Hard- und Software will er aber dem Geheimnis des Weines auf die Spur kommen. „Ziel ist ein Qualitätssiegel für Weinfachhändler, an dem sich auch die Verbraucher orientierten können.“

HANDELSBLATT, 6. Februar 2006


DEUTSCHLANDS "CATERER DES JAHRES"

Berlin - Können Sie sich für Muskatkürbis süß-sauer mit Meerwassergelee, Kopfsalatcreme mit glasierten bayerischen Flußkrebsen oder einen gewickelten Hecht mit sautiertem Bouillabaisseknödel und heißem Rote Beete-Gelee begeistern? Dann werden Sie viel Freude an den neuen Büfett-Ideen von Klaus-Peter Kofler haben. Der Berliner Genußspezialist mit Sterne-Restaurant in Frankfurt und Filiale in Hamburg wurde gerade zum zweiten Mal "Deutschlands Caterer des Jahres". Bereits 2004 gewann er diesen in der Branche heiß begehrten Titel, den das Fachmagazin "Catering Inside" (Verlagsgruppe Handelsblatt) vergibt. Noch mehr Jubel bei Kofler und seiner Truppe: Auf einer Rangliste mit Europas Besten steht der erfolgreiche Jungunternehmer inzwischen auf Platz Drei aller Top Caterer. Bei der Fußball-WM 2006 wird seine Company 36 000 prominente Gäste in den VIP-Lounges beköstigen. HOR

Die Welt, 3.12.2005

 

KOFLER COMPANY - ERNEUT CATERER DES JAHRES

Kofler Company erhält zum zweiten Mal den Preis „Caterer des Jahres 2005“

Hannover, 17. November 2005 – Am gestrigen Abend wurde, dem in Frankfurt, Berlin und Hamburg ansässigen Caterer, Klaus Peter Kofler der Titel „Caterer des Jahres 2005“ vor 350 Personen in festlichem Rahmen, verliehen.

Das Fachmagazin Catering Inside aus der Verlagsgruppe Handelsblatt verlieh, zum dritten Mal in Folge, den begehrten Preis. Eine Fachjury bewertete neue, innovative Konzepte und Ideen, die in der Catering Branche einzigartig und revolutionär sind.

Mit der Implementierung der Molekularen Küche in das Event Catering hat es Kofler Company geschafft ein Highlight in der Branche zu setzen, so die Begründung der Jury.

Wenn es der Auftraggeber erlaubt, verwandelt sich das Team von Kofler & Company in Magier der Molekularen Küche. In Zusammenarbeit mit dem Technologie-Transfer-Zentrum/Bio-Nord (ttz Bremerhaven) hat der Event-Caterer völlig neue kulinarische Leckerbissen und revolutionäre Garverfahren entwickelt. Zum Beispiel Frittieren mit Wasser und Kochen mit Stickstoff - das sind echte Eye-Catcher und höchst spannende Kommunikationsinstrumente bei jedem Event. Zarte Schäume stabilisieren die Kofler-Köche mit Extrakten aus Algen, und bei den Spoon-Cocktails wird die bestimmende Zutat eines Kir Royal, Cassis, in hoch konzentrierter, verkapselter Form gereicht.

„Mit diesem Preis wird unseren Ideen und zugleich auch den unserer Partnern Rechnung getragen – dies verstehen wir nicht nur als Auszeichnung, sondern gleichermaßen als Aufforderung uns auch weiterhin konsequent neuen Herausforderungen zu stellen.“ – so Klaus Peter Kofler.

 

STERNERESTAURANT MIT S'TISCH


Mit dem neu entwickelten Konzept S’Tisch will Kofler Company (Frankfurt/Berlin/Hamburg) das mit Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant Villa Merton in Frankfurt stärker auf ein junges Publikum ausrichten. Erklärtermaßen einziger Caterer hierzulande mit Sterne-Restaurant im Portfolio, geht man damit neue Wege im Fine Dining: Immer wieder Dienstags ist S’Tisch-Time. Ein blanker Holztisch für maximal 12 Personen und ein Menü aus kleinen 'Gängen', die einen Querschnitt des Speisenangebotes der Villa Merton widerspiegeln. Maximal 9 S-Runden im Canapé-Stil werden geboten, die Gäste werden lediglich nach Vorlieben gefragt und können die Zahl der Gänge frei wählen – Kostenpunkt pro Überraschungsgang: 8,30 EUR. Schön: Man kann mittendrin entscheiden, ob’s weitergehen oder der Schwenk zu den Desserts folgen soll. Getränke sind auf dem Tisch eingedeckt und stehen unbegrenzt zur freien Verfügung. Zum Menü werden trendige Weine mit gutem Preis/Leistungsverhältnis offeriert, der Gast bestimmt den angemessenen Preis für die Getränke je nach Konsum und Qualität selbst.

Mit dem S’Tisch möchte Klaus Peter Kofler, Managing Director Kofler Company, Gäste ansprechen, die sich durch kleine, vielfältige Portionen zu einem angemessenen Preis an die Gourmetküche heranführen lassen wollen: „Die einfachste Art, Urlaub vom Alltag zu nehmen - auf das Wesentliche beschränkt und trotzdem unvergesslich!“

26,. August 2005
Quelle: cafe-future.net

 

KULINARISCHE MINIATUREN

In den zwanziger Jahren erhob ein deutscher Koch das Häppchen zur Kunstform.
Heutige Kreationen kombinieren regionale Zutaten mit Aromen aus aller Welt

Das ideale Häppchen erfüllt drei Kriterien, sagt Heiko Antoniewicz, Küchenchef des deutschen Catering-Stars Klaus Peter Kofler. “Es ist optisch ansprechend. Nicht größer als das alte Fünfmarkstück. Und jedwedes Dekor muss essbar sein.” Kofler formuliert es ein bisschen allgemeiner: “Es sollte vor allem so gestaltet sein, dass es im Gedächtnis bleibt. Worüber reden die Leute am Tag nach der Party? Wer da war und was es zu essen gab.”

Der Erste, der es verstand, einen Cocktail-Empfang in einen kulinarischen Event zu verwandeln, kochte in den zwanziger Jahren in Berlin. Karl Borro Palleta reichte 1923 bei der Eröffnung des Flughafens Tempelhof statt der üblichen Salzmandeln und Kartoffelchips winzige “Cocktail Titbits”. Daumenlanges Weißbrot bestrich er mit Mayonnaisebutter und belegte es dann mit hauchdünnen Hummerscheibchen. Hühnerragout wurde in Mini-Blätterteigtaschen gefüllt, aufgeschnittene Seezungenröllchen und gefüllte Oliven krönten Croutons und wurden anschließend mit Madeiragelee überzogen. Die Präzision, mit der er aus Trüffeln ausgestochene Ornamente auf Gänseleberparfait drapierte oder Lachsbutter und Krebsschwänze mit Mustern aus millimeterdünnen Streifen von Tomaten, Eiweiß und gekochter Forellenhaut dekorierte, beeindruckte selbst Auguste Escoffier. Bei einer Abschiedsgala für den Koch der Köche 1929 in Kopenhagen servierte Palleta seine aus unzähligen essbaren Spielereien bestehende Langustenplatte. Escoffier bedankte sich schriftlich.

Der Weltkrieg setzte der Häppchen-Hausse ein Ende. Palleta, der zunächst in Londoner Nobelrestaurants, dann im eigenen Hotel auf der Kanalinsel Jersey kochte, musste seinen Beruf wegen eines Magenleidens aufgeben und konnte seinen neuesten Titbit-Kreationen nur noch auf dem Papier entwerfen. Adepten, denen seine Detailbesessenheit und sein Erfindungsreichtum fehlten, vergrößerten kurzerhand die Snacks, legten nicht mehr so viel Wert auf erlesene Zutaten und liebevolle Dekoration. Bald besetzten Käse-Igel und russische Eier das Buffet.”Während der fünfziger und sechsziger Jahre wurden die Canapés voluminöser, glichen eher belegten Brötchen und konnten nurmehr vom Teller vernünftig gegessen werden”, weiß Heiko Antoniewicz. Mit der Raffinesse verschwand auch die Exklusivität. “Immer mehr Firmen verlegten sich aufs Catering”, erklärt Klaus Peter Kofler. “Wenn jemand ein Fest plante, rückten die Mitarbeiter mit einem dicken Musterbuch an. Der Kunde wählte aus, was ihm bekannt vorkam, und das war's. Konzept? Beratung? Null.”

Das ist bei Kofler ganz anders. Vor einem Jahr hatte seine erste Kollektion von “Prêt-à-diner” Premiere: Häppchen sowie Vor- und Hauptspeisen, aus denen man sich ein geschmacklich ausbalanciertes Menü zusammenstellen lässt, sei es für einen Empfang, eine Cocktailparty mti dreißig Gästen oder ein Tête-à-Tête mit Freund oder Freundin. Zum Testessen kommt Koflers Team vorab ins Haus. “Nur so kann man herausfinden, was der Kunde tatsächlich goutiert.” Das Angebot wechselt im Frühjahr und im Herbst, damit die Speisen auf die Jahreszeit abgestimmt sind. Mit Qualitätszutaten, unkonventionellen Garmethoden und ausgefeilter Präsentation will man ähnliche Überraschungseffekte erzielen wie damals Palleta mit seinen kleinen Köstlichkeiten.

Dabei setzen Kofler und seine Mitarbeiter auf Methoden, die eigentlich nur experimentierfreudige Gourmets kennen: die “molekulare Kochkunst” im Stil der gefeierten Drei-Sterne-Köche Ferran Adrià udn Heston Blumenthal. Antoniewicz befasst sich mit traditionellen Gerichten aus aller Welt, die er im Labor analysieren lässt und danach aus den Komponenten ein völlig neues, nie zuvor gekostetes Geschmackserlebnis zusammenfügt. Zum Beispiel gestaltet er eine winzige Praline aus Lachsscheiben, einer Schicht Kressegelee sowie grains de sel und Gewürzbröseln – die moderne Variante des russischen Klassikers Räucherlachs, Kressesauce und Blini. Selbst ein “Eintopf von Erbsen in Dekonstruktion” findet sich auf der Speisekarte: Das Türmchen aus gelber, grüner und beigefarbener Mousse ist eine federleichte Hommage an die solide deutsche Hausmannskost.

Denn nach der sehnen sich in letzter Zeit viele seiner Kunden, bestätigt Kofler. “Der neue Wunsch nach Bodenständigkeit ist geradezu auffällig”, sagt der Caterer. Und hat prompt reagiert, etwa mit den Zutaten, die er für seine Frühjahr-Sommer-Kollektion 2005 verarbeiten lässt: saisonales Gemüse und vor allem verschiedene Brotsorten. Auch diese eher rustikalen Genüsse werden mit ungeheurer Präzision verarbeitet: “Wir servieren einen Schaum aus Foie gras auf einer dünnen Scheibe Brot. Stellen Sie sich vor, sie ist nur ein hauch zu dick, nicht knusprig genug oder die Konsistenz stimmt nicht. Dann schmeckt Ihnen die Gänseleber nicht mehr.”

Gerade die Starters, die zu Cocktail oder Aperitif gereicht werden, verdienen jeden erdenklichen Aufwand. “Sie werden mit einem, maximal mit zwei Bissen gegessen”, sagt Kofler. “In diesem kurzen Moment müssen Sie alles erfassen können, was das Gericht ausmacht, die verschiedenen Geschmacksnuancen ebenso wie die Texturen der verwendeten Produkte.” Ein schnell vergänglicher Genuss. Genau deshalb ist der kleine Happen die Krönung der kulinarischen Kunst.

(Claudia Teibler)

Architectural Digest

 

INNOVATIONEN AUS DEM LABOR

Kofler & Company: Kochen mit Stickstoff, Frittieren mit Wasser, Verkapselung von Aromen - um seine Gäste zu begeistern, holt sich der Event-Caterer jetzt Anregungen bei Wissenschaflern.

Aus dem Edelstahlbehälter steigt ein weißer Dampf. Flüssiger Stickstoff, um genau zu sein. Im Innern ist es minus 176 Grad Celsius kalt. Eine ideale Temperatur zum Schockfrosten. Kofler-Küchendirektor Heiko Antoniewizc nimmt drei Minzeblättchen und versenkt sie mit einer langen Schöpfkelle in den eisigen Tiefen des Behälters. Er hantiert mit Bedacht - die Gefahr, sich beim Umgang mit flüssigem Stickstoff Erfrierungen zuzuziehen, ist groß. Nach wenigen Sekunden fördert er das schockgefrorene Kraut wieder nach oben und verteilt Kostproben. Die Minze schmeckt intensiv und ist äußerst erfrischend. "Eine gute Alternative zu Fruchtessenzen in Champagner oder Prosecco", erläutert Heiko Antoniewicz potenzielle Einsatzmöglichkeiten des Prdukts im Event-Catering und berichtet von weiteren "eiskalten" Überraschungseffekten in Verbindung mit Stickstoff: So wird Kofler-Gästen beispielsweise ein Ratatouillesalat mit Olivenöl im Aromasafe serviert, das im Stcikstoff zu kleinen Kugeln erstarrt ist. Oder eine luftige Frucht- bzw. Schokoladenmousse, die im Stcikstoff leicht gefroren wird, sodass die Hülle zwar fest, das Innere aber noch weich und flüssig ist. "Die leicht angefrorene Mousse essen die Gäste wie einen Negerkuss - ein ganz neues Genusserlebnis."

Seit etwa eineinhalb Jahren wird bei Kofler & Company an der praktischen Umsetzung innovativer Techniken wie Kochen mit Stickstoff, Frittieren mit Wasser oder Verkapselung von Aromen gearbeitet. Damit ist der Frankfurter Event-Caterer in Deutschland Vorreiter der Molekularen Gastronomie. Prominente Protagonisten dieser avantgardistischen Form der Kochkunst sind der Katalane Ferran Adria (El Bulli) und der Brite Heston Blumenthal (The Fat Duck). Sie machen sich Erkenntnisse der Wissenschaft zunutze, um ihre Gäste z.B. mit intensiven Aromen oder Speisen mit neuen Texturen und Strukturen zu begeistern.

Der Begriff "Molekulare Gastronomie" steht für Kochen nach biochemischen und physikalisch-chemischen Grundsätzen. "Das Verständnis der molularen Vorgänge beim Kochen ermöglicht es, neue Gerichte zu erfinden", sagt Werner Mlodzianowski, Managing Director des Technologie-Transfer-Zentrum (ttz) in Bremerhaven. Das Institut Bio Nord des ttz ist Kooperationspartner von Kofler & Company, wenn es darum geht, innovative Technologien zu nutzen, um für den gast neue Geschmackswelten zu eröffnen und besondere Überraschungseffekte zu erzielen. "Wir sprechen hier nicht über Chemie und Essen", betont Klaus Peter Kofler, geschäftsführender Gesellschafter von Kofler & Company, um aufkommendes Misstrauen im Keim zu ersticken. "Alle Entwicklungen basieren auf batürlichen Prozessen bzw. Verfahren und nutzen ausschließlich natürliche Produkte."

Beispiel: Alginate. Diese Extrakte aus Algen sind sehr geeignet, flexible Struktur zu geben und Schäume zu stabilisieren. Dank der Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern steht den Kofler-Köchen ein Aginat zur Verfügung, mit dem sich extrem feinporige und geschmacksreine Schäume ganz ohne Zusatz von Molkereiprodukten wie Sahne herstellen lassen. Sie gelingen gleichermaßen im kalten wie warmen Zustand und zeichnen sich durch extrem lange Standzeiten von weit über einer halben Stunde aus.

Das unscheinbare weiße Pulver ist für Küchendirektor Heiko Antoniewizc ein wichtiges Hilfsmittel, um Gerichte mit einem optimalen, standhaften Schaum "nicht nur für 20 bis 30 Gäste, sondern auch große Personenzahlen realisieren zu können". Schäume mit Alginat begeistern durch ihre besondere Langlebigkeit und Einzigartigkeit im Geschmack: "Man hat so gut wie nichts auf der Zunge, nur das reine volle Aroma", präzisiert Professor Gerd Klöck, freier Miktarbeiter des ttz mit Professur an der Hochschule Bremen. Während sich Kochen mit Stickstoff als "walking act" bei Kofler-Events allmählich etabliert und Schäume mit Alginat bereits Eingang in der Pret-a-Diner-Kollektion Frühling/Sommer 2005 gefunden haben, stecken andere Kooperationsprojekte mit den ttz-Wissenschaftlern noch in den Kinderschuhen. Beispielsweise Frittieren mit Wasser. Der Zusatz eines speziellen Zuckers ermöglicht es, den Siedepunkt von Wasser auf 140 Grad Celsius zu erhöhen, sodass darin frittiert werden kann. Im Gegensatz zum herkömmlichen Frittieren in Fett ist die Zubereitung kalorienarm, erfolgt ohne Bräunung und verleiht dem Gargut eine leicht süßliche Note - ideal für asiatische Kreationen.

Fast praxisreif sind Anwendung zur Verkapselung diverser Aromen. So werden mit Alginat gebundene Flüssigkeiten wie Absinth oder Rote-Bete-Saft durch tropfenweise Applikation in Calcium-Lactat aromaversiegelt. Ob Absinth-Kapseln im Cocktail oder Rote-Bete-Kugeln zum Carpaccio: "Der Gast nimmt die Kugel in den Mund und hat sofort das ganze Aroma am Gaumen", verdeutlicht Heiko Antoniewicz den Effekt.

Im Moment arbeiten das Kofler-Team und die ttz-Wissenschaftler daran, eine Praline auf Basis von weißer Kuvertüre in den verschiedensten Farb- und Geschmacksrichtungen zu variieren. Wiederum spielt Alginat, versetzt mit dem jeweiligen Aromaträger, eine wichtige Rolle. Das Ganze ergibt, hauchdünn ausgestrichen, den Aromamantel. Und noch etwas hat sich Klaus Peter Kofler vorgenommen: "Ein richtig gutes Brot zu backen - aus vollem Korn, aber mit einer Krumen- und Krustenstruktur wie Weißbrot." Das ist schwierig, aber nicht unmöglich, denn auch dabei können die Wissenschaftler des ttz helfen. (Sabine Romeis)

"Kunden suchen das Besondere"
Klaus Peter Kofler über die Ausflüge seiner Küche in die Molekulare Gastronomie

Ci: Warum kocht Kofler jetzt mithilfe der Wissenschaft?
Kofler: Weil die Molkulare Gastronomie ein sehr aufregendes Thema ist, das zu unserem Image und zu unserer Philosophie passt. Es gibt uns die Möglichkeit, ein Alleinstellungsmerkmal im Markt aufzubauen und uns gegenüber dem Wettbewerb einen klaren Vorsprung durch Innovation zu sichern.


Ci: Wie aufnahmebereit sind Ihre Kunden für dieses neue Thema?
Kofler: Kunden, die heute auf ein hochkarätiges Catering Wert legen, sind in aller Regel Firmen, die selbst in irgendeiner Art und Weise mit Innovationen zu tun haben. Sie haben eine hohe Erwartungshaltung und suchen auch beim Catering das Besondere, beispielsweise originäre, qualitativ hochwertige Produkte, in Verbindung mit ausgefallener Verfahrenstechnik.

Ci: Molekulare Gastronomie ist erklärungsbedürftig - wieviel Innovation verträgt ein Event?
Kofler: Wichtig ist, dass man eine Veranstaltung nicht mit dem Thema überfrachtet. Die Molekulare Gastronomie ist jedoch so spannend, dass Kunden nach einem Event anfragen, ob sie nicht einmal zu uns kommen können, damit wir ihnen mehr zeigen.

Catering Inside, 4/2005


BERLINER HÄPPCHEN

Von Heinz Horrmann

"Essen ist ein Bedürfnis. Genießen ist eine Kunst." Eine Erkenntnis, die für alle Bereiche der Gourmandise gilt. Vor fast 90 Jahren erfand ein Berliner Koch in der Hauptstadt die kleinen, köstlichen Partyhäppchen als Kunstform. Die Canapés eroberten die Welt und kehrten jetzt an die Spree zurück. Deutschlands aktueller Caterer Nummer eins, Klaus-Peter Kofler, präsentiert zweimal jährlich bei einer Prét-à-diner-Schau feinste Häppchen aus dem Reich der Phanatsie, Kreationen mit dem Zusammenspiel von Aromen aus aller Welt.
Karl Borro Palleta hatte 1923 bei der Eröffnung des Flughafens Tempelhof den Auftrag, die Gäste zu bewirten, einmal nicht mit den üblichen Pralinen und Salzmandeln, sondern mit etwas Herzhaftem und Originellem. Er bestrich Weißbrot mit Mayonnaise, belegt es mit Hummerscheibchen, füllte kleine Blätterteigtaschen mit Hühnerrragout, überzog Seezungenröllchen und Medaillons von der Stopfgansleber mit Zitronen- und Madeira-Gelee. Das war der Anfang der kulinarischen Miniaturen, die später mit Trüffel, Langusten und Fischpasteten erweitert wurden. Selbst der König der Köche, Auguste Esoffier, war hell begeistert und schrieb einen langen Dankesbrief.
Es ist nicht bekannt, ob der Edel-Caterer Kofler, mit Sterneköchen im Team, jemals von Paletta gehört hat. Wie damals sind seine Gourmet-Häppchen geschmacklich ausballancierte Kombinationen, die Perfektionierung des frühen Berliner Vorspiels. Dabei ist nichts ungenießbar wie bei einigen Köchen der Avantgarde, die glauben ihre Kreationen müssten nur außergewöhnlich sein, egal, ob das dem Gast Genuss vermittelt oder nicht. "Geschmack ist der gesunde Menschenverstand des Genies", sagt der Chateaubriand. Dem folgt der überzeugte Wahlberliner, oder bekommen Sie keinen Appetit bei diesen Ankündigungen? Marinierte Felchen mit Cidre und grünem Apfel, Baliklachs mit Brunnenkresse und Gewürzbrot, gebeizter Tafelspitz in Lauchsauerrahm und Trüffel.

Die Welt, 23. Juli 2005

 

EHERING IM DESSERT

Es wird wieder ins eigene Heim eingeladen

Von Geraldine Friedrich, Handelsblatt

Gäste mit First-Class-Küche verwöhnen, das geht auch zu Hause. Billiger als ein Restaurantbesuch ist es allerdings nicht.

Catering ist manchmal so intim wie der Hausbesuch eines Arztes. „Es kann schon passieren, dass wir morgens ankommen und die Gastgeber noch im Bett liegen“, erzählt Philipp Wichert, Leiter Eventcatering bei Stockheim in Düsseldorf. In besagtem Fall ging es um einen Brunch für 35 Leute. Im Unterschied zum Arzt, dem seine sterilen Werkzeuge genug sind, musste das Stockheim-Team zunächst einmal die Küche grundreinigen – die Gastgeberin frisierte sich derweil im Negligé. Eine Begebenheit, die dem Hotelfachmann in ewiger Erinnerung bleiben wird. Wichert: „Sich in der Fremde zurechtfinden und sich dabei so unauffällig wie möglich verhalten, das ist unsere Kunst, und das macht unseren Job so spannend.“ Und vor allem anders wie bei den gewohnten Festivitäten von Firmenkunden wie Eon oder BMW.

Hochzeit, Geburtstag, Taufe oder Beerdigung – es wird wieder, soweit logistisch möglich, ins eigene Heim eingeladen. Die Caterer sehen es mit Lust und Gewinn – und so mancher Restaurantkoch versucht sich darin, seine Gäste auch einmal in der Privatküche zu verwöhnen. Für zwei bis acht Gäste geht das beinahe unkompliziert mit dem heimischen Equipment, auf größere Festivitäten haben sich einige Firmen spezialisiert, die vom Kochlöffel bis zur Serviette alles mitbringen.

Klaus Peter Kofler, geschäftsführender Gesellschafter des Eventcaterers Kofler & Company, serviert häufig Geschäftsessen in Privaträumen. „Gerade in Frankfurt ist das ein Thema, wo jeder Zweite in der Finanzbranche arbeitet und der Nachbartisch nicht mithören darf“, sagt Kofler. Zudem signalisiere eine geschäftliche Einladung ins eigene Heim „Sie sind wichtig“. Schließlich lässt der Gastgeber nicht jeden Geschäftspartner wissen, dass er statt repräsentativer Kunst Ferrari-Modellautos sammelt oder auf Tapeten in Altrosa steht.

Schon ausgefallener ist es, den Heiratsantrag kulinarisch hochklassig in den eigenen vier Wänden zu zelebrieren. So richtete Konditor Kofler einmal ein Candlelight-Dinner aus. Der Ehering wurde in einem Schokokistchen ins Dessert versenkt. Natürlich so, dass die Frau den Ring garantiert rechtzeitig erblickte. Schließlich wäre ein verschlucktes Zeichen ewiger Verbundenheit nur wenig romantisch.

Koflers Firma mit knapp 100 festen Mitarbeitern gewann soeben den Preis „Caterer des Jahres 2004“ im Segment Eventcatering der Fachzeitschrift „Catering Inside“. Zu seinen Gästen zählte Kofler vor einem Monat die Queen auf ihrer Deutschland-Tournee und die Schönen und Geschäftstüchtigen zum Start der Lagerfeld-Kollektion bei H&M, denen er mit Kartoffelpralinen und Mohntörtchen mit Marzipan servierte. Edel-Caterer wie der prämierte machen dem klassischen Partyservice den Garaus. Denn sie bringen ihre Köche mit, und die bereiten die Speisen erst vor Ort zu. Frische ist Trumpf. Und die Profiköche in der Laienküche geben dem Fest eine individuelle Note. Zu einem ebenso individuellen Preis.

In die Töpfe zu gucken wird zum Party-Gespräch. Vor allem, wenn ein Sternekoch am Herd steht. Kofler & Company arbeitet mit Hans Horberth, Küchenchef des von Kofler betriebenen Restaurants in der Frankfurter „Villa Merton“ zusammen. Küchendirektor der Kofler-Cateringsparte ist Heiko Antoniewicz, ehemals Inhaber des Dortmunder Sternelokals Art Manger. Konkurrent Stockheim hat von 2005 an Drei-Sterne- Koch Jean-Claude Bourgueil vom Düsseldorfer „Schiffchen“ unter Vertrag.

Ein Sternekoch in der Stadtwohnung mit zehn Quadratmeter Küche? Für diesen Fall packt Kofler eine etwa zwei Meter mal 80 Zentimeter große Live-Cooking-Station mit integrierter Dunstabzugshaube ein. Mit der kann ein Profi bis zu 30 Personen bekochen. Und zwar mit genau den Rezepten, die jetzt im Kommen sind: raffinierte regionale Küche ohne Tamtam.

Sogar mit Schwein, meint Kofler. Und erntet Widerspruch von Attila Dogudan. „Schweinefleisch hat mit Sicherheit kein Revival“, sagt der 45-jährige Gründer und Vorstandsvorsitzende des börsennotierten Caterers Do & Co in Wien. Mag sein, dass seine Gäste anders denken: etwa die Sportler und Möchtegernsportler während der Formel-1- und der Hahnenkamm-Rennen.

Einigkeit herrscht über Fingerfood, Bagels, Wraps und Tapas. Die werden 2005 in allen Variationen Teller und Schüsselchen dekorativ füllen. Den Zenit überschritten habe dagegen die euro-asiatische Küche, aufgespießt auf einen hochkant gestellten Bambus. „Nüchtern, aber teuer“, resümiert Wichert. Völlig out sind Hummer, Kaviar und das überkandidelte Nichts auf dem 32-Zentimeter- Teller. Wichert: „Die Mandel im Dialog mit der Walnuss will niemand mehr.“ Die Kunst liege, sagt Kofler, im „Dekonstruieren“ bekannter Gerichte und der Kombination mit überraschenden Zutaten. Also: Schweinefleisch mit Zimt, gebratener statt gekochter Tafelspitz, getrüffelter Cappuccino vom Steinpilz – statt Schokostreusel eben Trüffelspäne. Bei solchen Gaumengenüssen bleibt nur die Frage: wohin mit den Gästen? Ganz wie bei Firmenevents ins Lounge-Ambiente, meinen die Caterer. Das Servicepersonal reicht auf kleinen Tellern Saures und Süßes, das die Gäste ohne Verrenkungen mit Gabel oder Löffel verzehren können. Die Gäste können sich auf Couch und Sitzwürfel lümmeln oder stehend essen. Genügend Abstellflächen und frei zugängliche, wenn auch unauffällige Mülleimer sind ein Muss. Sonst kaut der Gastgeber länger an den Happen als geplant.

HANDELSBLATT, 3. Dezember 2004

 

EIN HOMBURGER VERWÖHNT DIE QUEEN

Von Oliver Schmidt
Bad Homburg/Berlin. Die Queen, so war zu hören, war «very amused». Angesichts des fulminanten Vier-Gänge-Menüs, das ihr am Dienstagabend während des Staatsbanketts im Innenhof des Zeughauses in Berlin serviert wurde (dazu auch unten stehender Text «Guten Appetit! Mit Fleisch aus Franken und Wels aus der Oder»), wäre alles andere als ein dickes Lob aber auch ungewöhnlich gewesen – zumal für die Zubereitung der Speisen ein Mann verantwortlich zeichnete, der in Deutschland als «Gastro-und Catering-König» gilt: Klaus-Peter Kofler. «Kofler?», werden sich jetzt alle Bad Homburger erstaunt fragen und sofort an das gleichnamige Café in der Audenstraße denken. Und diese Verbindung ist auch richtig: Klaus-Peter Kofler stammt aus der berühmten Bad Homburger Konditorenfamilie. Hier hat er das Konditorenhandwerk gelernt, hier hat er den Grundstein für eine atemberaubende Karriere gelegt.

Denn inzwischen beherrscht der 1964 geborene Konditormeister noch sehr viel mehr als «nur» das Anfertigen exquisiter Torten. Die von ihm gegründete Kofler-Company hat mittlerweile Niederlassungen in Frankfurt, Hamburg und Berlin – und immer dann, wenn es irgendwo in der Bundesrepublik einen besonderen Anlass gibt, zu dem ein sehr edles oder auch extra ausgefallenes Essen serviert werden soll, kommt Klaus-Peter Kofler ins Gespräch.

Bei den Planungen für den Queen-Besuch spielte es außerdem eine Rolle, dass Schloss Bellevue, der Amtssitz des Bundespräsidenten, derzeit umgebaut wird und deshalb nicht für größere Feierlichkeiten genutzt werden kann. Also stellten sich den Organisatoren des Staatsbanketts gleich zwei Fragen: Wer soll das Essen liefern? Und wo soll das Bankett überhaupt stattfinden?
Die Antworten lieferte jeweils Klaus-Peter Kofler. Denn seine Company konnte unlängst einen Pachtvertrag über die Bewirtung des Zeughauses in Berlin abschließen. «Als ich das Zeughaus und den Innenhof das erste Mal betrat, war ich fasziniert von den klassischen und modernen Elementen», sagt Kofler: «Es ist der einmalige Rahmen für Veranstaltungen der besonderen Art, die sich hier perfekt realisieren lassen!»

Dieser Meinung war am Dienstagabend übrigens auch der Adels-Experte der ARD, Rolf Seelmann-Eggebert: «Er hat alles über den grünen Klee gelobt – sowohl die Räumlichkeiten als auch das Essen und die Dekoration», berichtet im TZ-Gespräch Peter Kofler, seines Zeichens der rundum stolze Vater von Klaus-Peter Kofler. Das Familienoberhaupt, das bis vor gut einem Jahr noch das Café in der Bad Homburger Audenstraße leitete, ist inzwischen Geschäftsführer der Kofler-Company in Berlin. Mit der Gestaltung des Queen-Banketts hatte er allerdings nichts zu tun. «Das habe ich lieber dem eingespielten Team überlassen», schmunzelt er – aber dafür war sein Sohn hautnah dabei. «Er hat sogar selbst am Tisch der Queen mitbedient!» Insgesamt wurden beim Staatsbankett 250 Gäste gezählt. Die Kofler-Company hatte 90 Kellner und 25 Köche im Einsatz.

Und selbst wenn Klaus-Peter Kofler in den vergangenen Jahren bereits für viele berühmte Persönlichkeiten gekocht hat – zuletzt etwa bei einem Empfang für den australischen Ministerpräsidenten oder auch bei der Amtseinführung von Bundespräsident Horst Köhler: Die Queen nimmt ab sofort auf seiner Referenzliste den ersten Platz ein.

Taunus Zeitung, 04.11.2004

 

DEUTSCHLANDS BESTER CATERER

Berlin - Zwei Mal jährlich präsentiert der erfolgreiche Genußgarant für Veranstaltungen, Klaus-Peter Kofler, eine an die Mode angelegte Schau mit dem Titel "PretADiner" mit innovativen Branchenkonzepten. Dafür wurde er von einer Fachjury jetzt als Deutschlands "Caterer des Jahres" ausgezeichnet. Bekannte Mitbewerber hatten das Nachsehen. Viel Beifall bekam Kofler auch für sein regionales Menü beim Staatsbankett für die englische Königin. Als Anregung für Ihren Küchenzettel hier die Gänge: Gebeizter Tafelspitz in gelierter Lauchvéloute mit Endiviensalat, sautiertes Welsfilet mit Petersilienwurzeln, in Spätburgunder pochierter Damhirschrücken mit Knödeln und Schwarzwurzeln, schließlich ein Parfait von karamelisierten Kürbiskernen. Guten Appetit! HOR

Die Welt, 12. November 2004

 

KOFLER CATERER DES JAHRES

Der Pächter des Curio-Hauses an der Rothenbaumchaussee und Großgastronom, Klaus-Peter Kofler (40), ist zum "Caterer des Jahres" ausgezeichnet worden. Der Titel wurde von dem Fachmagazin "Catering Inside" zum zweiten Mal vergeben. "Die Auszeichnung ist eine Würdigung für unser Team und zugleich ein Ansporn", sagte Klaus-Peter Kofler. (kle)

Hamburger Abendblatt, 6.11.2004

 

KAUFRAUSCH IM CURIOHAUS

Premiere der Kollektion Karl Lagerfeld für H&M mit 450 Gästen
von Doris Banuscher

Im Festsaal des Curiohauses war die Hölle los. H&M hatte zur Deutschland-Premiere der Kollektion von Karl Lagerfeld für den schwedischen Konzern geladen. Und die Gästemischung war genial - Hamburger Society, Schauspieler, und Kreative amüsierten sich bestens in einer Stimmung zwischen Ausverkauf und Party mit Fingerfood und tollen Drinks von Klaus-Peter Kofler, Caterer des Jahres. Zwar hatten die meisten der Gäste gehofft, daß "Karl der Große" nach Hamburg kommen würde, doch dem war die Weltpremiere in Paris genug. Statt einer Schau mit den 30 Kollektionsteilen gab es Kleiderständer an denen die KL-Kreationen in allen Größen hingen und - die an diesem Abend schon gekauft werden konnten (heute geht's erst in den H&M-Filialen los). Kaufrausch war angesagt. Maria Ketikidou erstand einen klassischen Blazermantel, Blusen und drohte lachend: "Das ist erst der Anfang."


Die Welt, 12. November 2004

 

STAATSBANKETT IM ZEUGHAUS UNTER DEN LINDEN

Cremefarbene Damast-Tischtücher, blankpoliertes Tafelsilber, feines Porzellan aus der Königlich Preußischen Porzellanmanufaktur und Kellner in Livree. Im Zeughaus hatten das Bundespräsidialamt und der Caterer Klaus-Peter Kofler alles daran gesetzt, das Staatsbankett für die Queen und Prinz Philip so feierlich wie möglich zu gestalten. 260 Gäste (darunter Altbundespräsident Walter Scheel und US-Botschafter Dan Coats) waren von Bundespräsident Horst Köhler und First Lady Eva Köhler gestern abend um 20 Uhr in den historischen Bau Unter den Linden geladen worden. 30 Köche aus Koflers Brigade zauberten ein Vier-Gänge-Menü, das auf Wunsch der Queen einfache regionale Küche enthielt. 90 Kellner, je zwei für eine Tafel zuständig, stammten vom Caterer und aus dem Stab von Oberkellner Boj Jäger, der seit Jahren in Diensten der deutschen Bundespräsidenten ist.

Drei Tage lang hatten die Vorbereitungen für das Dinner im Rahmen des Staatsbesuches gedauert, Probekochen und Probe-Essen nicht eingerechnet. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Als Vorspeise wurden den Gästen gebeizter Tafelspitz aus der Uckermark in gelierter Lauchvelouté mit gelbem Endiviensalat gereicht, danach sautiertes Welsfilet mit glasierten Petersilienwurzeln und Meerrettichschaum. Zum Fisch hatte sich Königin Elizabeth II. einen Wein aus Franken gewünscht, der bereits 1953 zur Krönungsfeier ausgeschenkt wurde. Es handelt sich um eine Riesling-Spätlese trocken aus der Lage "Iphöfer Julius Echter-Berg". Als Hauptgang sollte es Wild geben: in Spätburgunder pochierten Damhirsch-Rücken aus der Region Fläming auf Schwarzwurzeln (aus der Mark Brandenburg) und Pfefferkirschen. Zum Dessert hatte man Parfait von karamelisierten Kürbiskernen mit Holunderbeerensalat gewählt. Die Königin, so war zu hören, sei ein bescheidener Gast. Einzig Zwiebeln und Knoblauch hatte Ihre Majestät aus der Küche verbannen lassen. mut

Die Welt, 3. November 2004

 

DEFILEE DES GUTEN GESCHMACKS

Häppchen vom Laufsteg: Der Caterer Klaus Peter Kofler führt seine Büfett-Kreationen vor wie eine Modekollektion

von Mareike Fallet

Es stürmt und regnet, und weil es so windig ist, hat Herr Kofler Verspätung. Die Fluggesellschaft, Sie verstehen?

In der Trafohalle im Münchner Umspannwerk präsentiert sein Unternehmen seine neueste Kollektion. Doch Klaus Peter Kofler ist kein Couturier, sondern Caterer, und hier geht es nicht um Mode, sondern ums Essen. Er nennt es "Prêt-à-diner". Die Zeit muss überbrückt werden, der Chef wird gleich da sein, zwei Mädchen vom Service reichen Prosecco. Und: Lollis. Kein buntes Zuckerzeug, sondern "Parmesanlollis mit Pfeffer", die aussehen wie hauchdünne Miniatur-Reibekuchen. "Paprikalolli mit Ziegenkäse" oder "Specklolli mit Pflaume" - auf Holzspießchen. Innovative Kreationen, nur sollte man den Pflaumenlolli nicht unbedingt dann essen, wenn man sich gerade unterhält. Es dauert zwei, drei Minuten, bis die klebrigen Reste von den Zähnen gelutscht sind - und es wirkt ein bisschen würdelos, mit der Pflaume im Mund zu kämpfen.

Kofler ist eingetroffen. Ein zierlicher Mann, 40 Jahre alt, Dreitagebart, die dunklen, gelockten Haare hängen fast bis auf die Schultern. Ein Joaquín-Cortez-Typ im Nadelstreifen-Anzug.

"Essen ist die wichtigste Nebensache auf einem Event", sagt er, reicht "Chorizo mit Minze und Sesam im Strudelteig" über den Tisch. Diese neue Kreationen hat er in Herbst und Winter im Angebot. Finger-Food im Strudelteig sieht aus wie eine Miniatur-Frühlingsrolle und ist sehr scharf. Denn Geschmacksexplosionen, die will Klaus Peter Kofler provozieren.

Er stammt aus einer Familie, die seit Generationen in Bad Homburg Torten und Confiserie herstellt, und einst waren die Koflers kaiserliche Hoflieferanten.

Auch er, ein Einzelkind, lernte das Fach, machte seinen Meister, studierte danach Betriebswirtschaft. Vor zwölf Jahren hat er sein eigenes Unternehmen gegründet, heute hat er etwa 90 Mitarbeiter; Kofler & Company machte im vergangenen Jahr rund 10,5 Millionen Euro Umsatz. Unlängst bewirtete er bei der Präsentation der neuen A-Klasse von Daimler-Chrysler 1500 Gäste. Und im November, wenn im Bundespräsidialamt ein königlicher Staatsgast zu Besuch ist, wird Koflers Firma das Essen liefern. Wer den Caterer buchen möchte, muss pro Gast etwa 80 bis 100 Euro einkalkulieren für Essen, Trinken und den Service.

"Kofler und Company" gilt als drittwichtigster europäischer Event-Caterer, noch vor Michael Käfer und dem Lufthansa-Partyservice, das hat die "Wirtschaftswoche" unlängst ermittelt. Finanziell gesehen ist allerdings der Münchner Gastronom Käfer Marktführer in Deutschland mit einem Umsatz von 20 bis 25 Millionen Euro. Branchenkenner schätzen das gesamte Marktvolumen auf rund 3,5 Milliarden Euro. Es sind die kleinen, regionalen Partyserviceanbieter, etwa 20 000, die sich das Gros des Umsatzes teilen - den Rest erwirtschaften dann einige wenige Unternehmen, wie die von Kofler und Käfer oder der Lufthansa-Partyservice, die Düsseldorfer Catering Company von Karl Broich oder Attila Dogudans Do & Co aus Wien.

Am Kopfende der Trafohalle ist eine Küchenzeile aufgebaut, Marek Erdmann, der Koch, bereitet die Hauptgänge zu. Es brutzelt, brodelt, dampft, weil alles frisch zubereitet werden soll. Im Hintergrund läuft leise Jazzmusik, der Esstisch ersetzt den Laufsteg. Darauf werden neue, andere Tapas gereicht: "Räucherlachs mit Basilikum und Karamellgurke" oder "marinierte Sardelle mit Haselnussöl, Birnengelee und Meerrettich". Handlich klein, ein Teller ist nicht nötig. Die Service-Mädchen bringen weiße Stoffservietten.

Sie sind ganz in Schwarz gekleidet und sagen "Voilà" und "S'il vous plaît", man bemerkt sie kaum. Wenn ihr Chef redet, fahren seine Hände durch die Luft oder rücken das Besteck neben seinem Teller gerade. Manchmal wachsen auf seiner hohen Stirn zwei steile Falten. Etwa als er sieht, dass ein Gast den Aschenbecher in die Blumendekoration auf der Mitte des Tischs stellt, damit andere besser heranreichen können. Kofler ist Ästhet. Und Nichtraucher.

Früher war er Springreiter. Die sportliche Karriere gab er 1991 auf, um sich voll auf das Edel-Catering zu konzentrieren. Seine Firma hat Niederlassungen in Frankfurt am Main, Hamburg und Berlin, eine weitere in München ist angedacht. Außerdem betreibt er im Frankfurter Diplomatenviertel das Restaurant "Villa Merton", das vor kurzem mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde.

Neue Gerichte entwickelt Klaus Peter Kofler zusammen mit seinem "Creative-Team", dazu zählen junge Starköche wie Juan Amador und Heiko Antoniewicz.

Die Idee zu Prêt-à-diner kam ihm im Herbst 2000, "aber der Markt war in so schlechter Verfassung, da ging es eher darum, die Kunden zu motivieren, eine Veranstaltung nicht abzusagen". Deshalb verschob er seine erste Essensschau auf das Frühjahr 2003.

Dass es in Deutschland mit der Wirtschaft ein wenig aufwärts geht, merkt er an den Wünschen der Auftraggeber. Es gebe wieder mehr Weihnachtsfeiern, und die ganz große Bescheidenheit sei vorüber. Der Markt erholt sich, in der kommenden Saison verbindet Kofler luxuriöse mit einfachen Lebensmitteln: den Fisch Donauwaller mit Morcilla, einer spanischen Blutwurst, mit Blumenkohl und Rotweinessig" - Fleisch und Fisch als Kombination.

Marek Erdmann kocht, es sind eher Zwischen- als Hauptgerichte, die Gäste sollen nicht überfordert werden mit Riesenportionen. Sein Gesicht ist rötlich gefärbt, nicht ganz so rot wie seine Haare und der Bart, noch ein kritischer Blick durch seine schwarz gerandete Brille. Der "Rücken vom schwarzen Iberischen Schwein mit Zimt, Knoblauch und Waldpilzen" ist butterweich, man kann das Fleisch mit der Gabel zerteilen.

Koflers größte Angst ist, dass bei einem Event etwas schief geht. Stromausfall zum Beispiel. Denn es dauert nur wenige Stunden, bis sich ein Fauxpas in der Branche herumgesprochen hat. Er selbst hatte bei seiner ersten Veranstaltung schlichtweg das Brot vergessen. Ein Albtraum.

Heute dagegen wird sogar gezaubert, als sei eine Küche ein Chemie-Baukasten: Mit einer Schaumkelle taucht Marek Erdmann Mousse au chocolat in flüssigen Stickstoff. Er sieht wie ein Magier dabei aus, der schwere Dampf wabert aus dem Topf heraus über seine Küchenzeile hinweg und sinkt zu Boden.

In Sekunden gefriert das Äußere der Mousse, innen bleibt sie weich. Der Stickstoff ist minus 196 Grad Celsius kalt, Erdmann muss aufpassen, dass keine Tropfen davon auf der Speise zurückbleiben - man könnte sich sonst Erfrierungen am Mund zuziehen. Zum Abschluss wirft er frische Minzblätter in den dampfenden Topf, sie vereisen sofort. Auf der Zunge zerklirren sie, reinigen die Geschmacksnerven. Jedoch, sagt Klaus Peter Kofler, dürfe man die Gäste nicht überstrapazieren mit solchen Erfindungen. Er lächelt dabei. Er lächelt viel, lacht selten. Essen als Erlebnis ist ein ernstes Geschäft.

Welt am Sonntag, 3. Oktober 2004

 

KOFLERS PARMESAN-PFEFFER-LOLLIS

VON LAURA SOPHIE BRAUER, ARNE PFLUGRAD

Neu im Curio Haus
Ein Jahr lang blieb die Küche kalt. Gähnende Leere im traditionsreichen Curio Haus an der Rothenbaumchaussee. Das Restaurant verwaist. Das Image im Keller. Ex-Pächter Karl A. Böttger war wegen Mietrückständen rausgeklagt worden, stellte Insolvenzantrag. Jetzt tritt ein Neuer auf den Plan: Feinkost-Spezi Klaus Peter Kofler (100 Mitarbeiter, Jahresumsatz 2003: 10,5 Millionen Euro). "Ich will wieder Leben in dieses Haus bringen", sagt der Edel-Caterer mit Firmensitzen in Frankfurt und Berlin. Dort ist der smarte 40-Jährige längst berühmt für seine abgefahrenen Gaumenträume. "PretADiner" nennt Kofler seine Speise-Präsentation mit neuesten Food-Trends, zu der er heute Abend erstmals geladene Gäste in die neue Hamburger Dependance lädt. Ein Catwalk mit kulinarischen Kreationen. Denn bei Schnittchen und Käse-Igeln sieht der Event-Profi rot. Stattdessen kreiert er mit seinen Sterne-Köchen Parmesan-Pfeffer-Lollis, Choco-Mango-Curry-Mousse und revolutioniert Küchen-Techniken. Da wird fettfrei frittiert und mit Stickstoff vereist. Bis zu 5000 Menschen beköstigt das "Kofler & Company"-Team auf einem Event gleichzeitig. Und das ist das einzige Haar in der Suppe. Denn nur auf Events kann man die Verücktheiten des gelernten Konditors und ehemaligen Profi-Springreiters probieren. "Ein Restaurant im herkömmlichen Sinne wird es im Curio Haus vorerst nicht geben", so Kofler. Aber: "Die Option ist da. Bis zum Jahresende wollen wir uns entscheiden."

Hamburger Morgenpost VIP-LOUNGE vom 22.September 2004

 

CURIO-HAUS HAT NEUEN PÄCHTER

Nach monatelangem Stillstand wird im Curio-Haus umgebaut. "Wir führen zunächst das Veranstaltungszentrum weiter", sagt der neue Pächter Klaus Peter Kofler, Eigentümer der Kofler Company und Großgastronom in Berlin. "Ob wir wieder ein Restaurant eröffnen und eventuell mit Hamburger Gastronomie-Experten zusammenarbeiten, müssen wir erst überlegen." Der ehemalige Pächter des Curio-Hauses, Karl. A. Böttger, hatte im Juli Insolvenz angemeldet. Die Eigentümerin des Hauses an der Rothenbaumchaussee, die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), hatte eine Räumungsklage gestellt.

Der neue Pächter Kofler führte sich gestern Abend mit seinem Markenzeichen in der Hamburger Gastronomie ein: "Wir machen das, was es als Prêt-à-porter für Kleidung gibt, für Essen und Trinken", so Kofler. Beim Prêt-à-diner im Curio-Haus stellte der Catering-Fachmann die neuesten Trends vor. (jmg)

Hamburger Abendblatt, Jg. 57, 22.09.2004, Nr. 222, S. 17

 

TSCHÜSS, SCHNÖDE HÄPPCHEN

von Doris Banuscher
"Ein Essen für 500 Gäste muss genauso schmecken, als kochte man für zwei." Das ist der Anspruch von Feinkost-Spezialist Klaus Peter Kofler. Wie seine Vorstellung einer kulinarischen "Kunst der Verführung" aussieht und schmeckt, zeigte der 39- jährige Konditor, Betriebswirt und Ex-Profi-Springreiter bei der Präsentation von "PretADiner" im Curiohaus. Mit Sterneköchen kreierte er die neuesten Food-Trends: Statt Häppchen und Schnittchen gab es Rindfleischlollis, Gamba-Sandwiches und Choko-Mango-Curry. In Frankfurt und Berlin, den Firmensitzen, ist Kofler (verheiratet und Vater eines einjährigen Sohnes) längst bekannt für seine innovativen Events. Ob es im Curiohaus bald ein Restaurant gibt, ist nicht sicher. Aber "bis Ende des Jahres werden wir uns entscheiden".

Die Welt, Jg. 59, 23.09.2004, Nr. 223, S. 35 Hamburg


KOCHKUNST OHNE FETT

Von Heinz Hormann

Fritieren mit Öl und die ganze Litanei der üblichen Gar-Verfahren, wie Backen, Braten, Essiggaren, Kochen, Schmoren, Rösten, Sautieren können getrost als Kochfibel von gestern abgelegt werden. Deutschlands innovativster Event-Caterer Klaus-Peter Kofler revolutioniert die Küchen-Techniken. Dazu haben Wissenschaftler von Linde und Versuchsküchen die Vorarbeit geleistet. Ob Sie es glauben oder nicht, Kolfers Team fritiert völlig fettfrei nur mit Wasser, das extrem erhitzt wird, und er operiert mit Stcikstoff. Hierbei kann beispielsweise eine Süßspeise blitzschnell auf minus 196 Grad gekühlt werden. Das führt dazu, dass die Außenschicht zur festen Eishaut wird, das Innenleben aber unberührt bleibt. Außen ganz hart, im Kern flüssig, so wird serviert, wie beim Valrhona Manjari mit Sternanis und Birnen.

"PretADiner" nennt Kofler seine Speise-Präsentation mit neuesten Food-Trends, die er regelmäßig im Frühjahr und Herbst vorstellt. Ein Team von jungen Sterne-Köchen zaubert dabei für den Wahl-Berliner, der in kurzer Zeit zu einem der drei Besten seines Fachs in Europa avancierte, völlig neue Trendgerichte wie Limousin-Lammhaxe & Karree, Artischocke, Pomelo und Oliven-Emulsion oder Entenleberschaum mit Räucher-Öl und karamellisiertem Brioche. Das ist genuss und Lifestyle gleichermaßen. Die zweite echte Neuerung in diesem bedeutenden Gastronomie-Bereich sind die bewältigten Größenordnungen. Koflers Team verwöhnt bei Partys und Empfängen ohne Abstriche auch mehrere hundert Gäste mit Speisen, die sie vorher garantiert noch nicht probiert hatten, geschmorter Kopfsalat, Lardo und karamellisierte Perlzwiebeln beispielsweise oder marinierte Sardelle mit Haselnussöl an Birnengelee und Meerrettich.

Die Welt

 

KOFLER BRINGT DAS ESSEN AUF DEN LAUFSTEG

Winterkollektion fürs Catering

Es sind die Modenschauen, die mit neuesten Kreationen der Designer öffentlich Trends setzen. Was in der Gastronomie gerade en vogue ist, wird dagegen von Restaurant-Testern inkognito und später im stillen Kämmerlein entschieden. Außer wahren Gourmets verfolgen das die Wenigsten. Der Catering-Unternehmer Klaus-Peter Kofler hat das Essen nun auf den Lauftseg gebracht und am Donenrstag zum ersten Mal in Frankfurt seine Kollektion, diesmal für Herbst/Winter, vorgestellt.

Während die Stoffe, sprich die Zutaten, klassisch bleiben, sind es die Kombination und die Form, die überraschen. Eröffnet wird die Kollektion mit herzhaften Häppchen etwa aus Paprikacreme mit Ziegenkäse, die als Lollis am Holzstiel serviert werden. Kombinationen aus Süßem und Herzhaftem ziehen sich durch das gesamte Menü: Vom Entenleberschaum und Räucheröl und karamelisiertem Brioche als Tapa bis zum besonders exquisiten Curry-Eis auf Mangoschaum. Auch Fisch und Fleisch kommt bei Kofler gemeinsam auf den Teller etwa bei der Hauptspeise, bestehend aus Donauwels mit spanischer Blutwurst, Blumenkohl und Rotweinessig.

Was in der Mode Chanel oder Armani heißt, übersetzte Kofler in Amador und Antoniewicz. Der in den Weyberhöfen mit zwei Sternen ausgezeichnete Amador, der mittlerweile ein eigenes Restaurannt in Langen führt, entwickelte die Kollektion gemeinsam mit Heiko Antoniewicz. Den Sternekoch aus Dortmund hat Kofler vor kurzem eingestellt. Auch Hans Horberth, Küchenchef im Kofler-Restaurant "Villa Merton", wirkte an der Kreation mit, die den Kunden ein Leitfaden für eine gelungene Veranstaltung sein soll. "Besonders in Frankfurt gibt es Leute, die immer wieder Gast auf Events sind und die Canapes und Buffets langsam nicht mehr sehen können", stellt Kofler fest. Bei ihm können Veranstalter künftig aus einer Kollektion von 38 Artikeln wählen, die variabel mal als Fingerfood, mal als Vorspeise serviert werden können.

Neben dem Essen gehören auch Tischschmuck und Geschirr dazu, wie etwa Weingläser ohne Stiel - dem neuesten Schrei der Gastrobranche. Antoniewicz beeindruckte bei der Präsentation acuh mit innovativen Kochtechniken. Der dampfende Topf vor dem er stand, war nicht etwa heiß, sondern, ganz im Gegenteil 196 Grad kalt. In den flüssigen Stcikstoff tauchte der Koch eine Kelle mit Schokoladenmousse und servierte die Masse außen gefroren, innen cremig.

Als der Nachtisch aufgetragen wurde, stand Mario Lohninger bereits selbst an den Töpfen seines Restaurants "Silk" im Coccon Club in Fechenheim. Doch bevor es dort losging, nutzte der Frankfurter Neuzugang unter den Gourmetköchen die Gelegenheit, seinen Kollegen in die Töpfe zu schauen. "Großartig, was die hier machen", lautete das Urteil des Salzburgers. Dann griff er im Hinausgehen noch einmal zur Chorizo mit Minze und Sesam im Strudelteig, "die ist köstlich."

Nach Frankfurt will Kofler die Kollektion auch noch in Berlin, Hamburg und München präsentieren. Während diesmal noch im Küchenstudio serviert wurde, könnten die Frühjahrstrends schon in einer großen Show präsentiert werden. "Mein Ziel ist es, die Köche auf den Laufsteg zu bringen."

Frankfurter Neue Presse 21.08.2004

 

DIE KUNST DER VERFÜHRUNG

Parmesan Lollis statt Käsespieße: Klaus-Peter Kofler und Michael Käfer servieren der Society neue Leckereien

Das schnöde Häppchen-Abgreifen ist vorbei, die Jagdsaison auf Gaumenträume eröffnet. Die Feinkost-Könige der Stadt läuten die Party-Saison Herbst/Winter 2004 mit neuem Fingerfood ein. Feinsinnig präsentiert wie Mode auf dem Laufsteg. Bröselfreie-Parmesan-Pfeffer Lollis, Brötchen in Kotelett-Form, mit der Rinde als Henkel, Paprika-Quadrate mit nicht tropfenden Quarkhäubchen.

Die tonangebenden Caterer- und Partyservice-Chefs, Klaus-Peter Kofler ("Kofler & Company", 90 Mitarbeiter, Jahresumsatz 2003: 10,5 Millionen Eúro) und Michael Käfer haben sich für die bevorstehende Feiersaison in Berlin kreative Neuerungen einfallen lassen. Sie betreffen Delikatessen und Tischkultur.

Was der Society nicht mehr gereicht wird: Käsespieße mit Weintrauben, Perlhuhnbrust-Happen, Salate mit kalten Tomaten, gegartes Rind mit Schnippelbohnen oder Weißbrot-Oblaten mit Schinken und Mayoklecksen. Der Trend geht zur reinen Lehre. Gänzlich frisch vor Ort zubereitet, einfache Speisen, perfekt dargereicht. Herkömmliche Nudeln liegen wieder vorn. Hausgemacht mit feinen Tomaten-Kräuter-Saucen. Exotisches wird auch gereicht, aber nur Wunsch des Gastgebers. [...]

Klaus-Peter Kofler, der am Freitag 5000 Menschen beim Sommerfest von McKinsey an verschiedenen Orten gleichzietig beköstigt, präsentierte gestern in der Showküche des Beisheim-Centers seine neuen Trends. Allein die Tischkultur war sehenswert. Statt Omas Damasttischtücher oder Stofftischdecken drapiert Kofler dunkelbraunes Leder auf die Tafeln. Runde Filzuntersetzer in rot und orange ersetzen Porzellan-Platzteiler, darauf stehen leichte Glasunterteller in herbstlichen Orangetönen. Kofler Menükarten in wamren Erdfarben aähneln den Fächern von Stoffproben. Die Gläser haben keine Stiele mehr - damit sie nicht umkippen können. Koflers Zwei-Sternekoch Juan Amador verwendet zum Gefrieren von Pfefferminzblättchen erstmals Stcikstoff. [...]

Franziska von Mutius

Die Welt 24.08.2004

 

DER FEINSCHMECKER: DIE BESTEN RESTAURANTS 2004/2005

Villa Merton
In dem hohen, stuckbewehrten, eleganten Gastraum der Villa wird aufwändig und sehr gekonnt gekocht. Als Vorspeise kommt marinierter Sushi-Thunfisch mit Mango-Pinienkern-Salsa und gebackenen Stockfischbällchen, als Hauptgang ein zartes mit Petersilienöl mariniertes Milchlamm mit Artischocken und roter Zwiebeltarte. Der neue Sommelier sorgt für eine vorzügliche Weinberatung.

Der Feinschmecker - Reisetipps, die besten Restaurants 2004/2005

 

SPITZENVERSTÄRKUNG BEI KOFLER & COMPANY IN FRANKFURT

Guido Nitze und Heiko Antoniewicz im Führungsteam des Frankfurter Caterers Klaus Peter Kofler

Frankfurt am Main, 20. Juli - Die etwa 90 Mitarbeiter starke Mannschaft des Catering-Unternehmens Kofler & Company wird künftig durch Guido Nitze (31) und Heiko Antoniewicz (38) unterstützt.

Als Teamleiter Event Catering Management ist Guido Nitze (31) seit Mai 2004 bei der Kofler & Company GmbH im Einsatz. Der gelernte Koch und Hotelkaufmann sieht den Schwerpunkt seiner Tätigkeit in der Qualitätssicherung der Kundendienstleistung auf Premiumniveau und in der Weiterentwicklung des Frankfurter Catering-Marktanteils.

Seit Juni 2004 trägt Heiko Antoniewicz (38) als Küchendirektor der Kofler & Company GmbH die Gesamtverantwortung für Produktentwicklung und Qualitätssicherung für die Standorte Frankfurt, Berlin und ab Herbst diesen Jahres auch Hamburg. Nach seiner Ausbildung arbeitete Antoniewicz u.a als Souschef im 2-Sterne Restaurant „Residance“ in Essen und erkochte einige Auszeichnungen und Titel wie „Koch des Jahres“ als bislang jüngster Teilnehmer.

Die Kofler-Gruppe erwirtschaftete vergangenes Jahr einen Umsatz von rund 10,5 Mio. Euro und hat ihren Hauptsitz im Frankfurter Palais am Zoo.
Erst kürzlich wurde das Herz-Stück von Kofler & Company, das Restaurant Villa Merton im Union Club, vom Journal-Frankfurt als bestes Restaurant der Stadt ausgezeichnet. Vom Guide-Michelin erhielt es zudem einen Stern.

 

STERNEKOCH MACHT SCHLEMMERMODE

von Sabine Bärchers

Frankfurt. Wer seinen Kunden das Beste bieten will, setzt in der Mode auf große Namen wie Chanel oder Armani. Jeden Sommer oder Winter werden die neuesten Trends in Prét-à-porter-Modenschauen präsentiert. Auch Essen und Trinken ist ein Trendgeschäft, besonders im Catering. Warum sollte es da also nicht ebenfalls eine Prét-à-diner-Kollektion geben? Die Idee kam dem Frankfurter Catering-Unternehmer Klaus-Peter Kofler schon vor zwei Jahren. In diesem Frühjahr stellte er in Kooperation mit dem Sternekoch Juan Amador seine erste Kollektion unter diesem Titel vor. Nun hat er bei Kofler & Company sogar einen eigenen Sternekoch eingestellt und beschreitet damit neue Wege in der Branche, in der er, zumindest laut einer Umfrage der Wirtschaftswoche, Platz drei der Spitzengruppe noch vor Käfer in München un dem Lufthansa Party Service erreicht hat.

"Es war die logische Konsequenz aus unserer Prét-à-diner-Idee, jemanden einzustellen, der über die entsprechende Kompetenz verfügt, der auch weiß, wie man Produkte optimal verarbeitet", erläutert Kofler. In Heiko Antoniewicz fand er einen Sternekoch, der zudem bereits Erfahrung aus dem Catering mitbrachte. Der gebürtige Dortmunder gründete, nachdem er Auszeichnungen wie "Koch des Jahres" einheimste, 1992 sein eigenes Catering-Unternehmen "Art Manger". In dem 1999 eröffneten gleichnamigen Restaurant in Dortmund erkochte er sich innerhalb von zwei Jahren eine Guide-Michelin-Stern. Mitte Juni wechselte er ins Management von Kofler. "Ich fühle mich seit Jahren im Catering wohl. Es gibt kein Tagesgeschäft, jedes Fest ist anders, das reizt mich." Seit einigen Monaten arbeitet er bereits an der neuen Prét-à-diner-Winterkollektion mit, die in den nächsten Wochen präsentiert wird.

Die Idee dazu war, den Kunden eine Vorstellung zu geben, was in der Küche gerade Trend ist. "Es gibt Kunden, die kommen mit konkreten Ideen, alle anderen sind dankbar, wenn man ihnen Beispiele geben kann." Während es in der Branche üblich gewesen sei, dass der Küchenchef erst nach einer Anfrage überlegt, was er machen könne, drehte Kofler das Procedere um. Die Kreativität des Teams steht am Anfang. Dabei wird auch darauf geachtet, ob die Produkte zueinander passen und ob sie optisch gut wirken. "So verhindern wir, dass der Kunde zum Versuchskaninchen wird." Dieser bekomem eine höhere Qualität und habe ein geringeres Risiko. Dabei würde ein Essen nicht grundsätzlich teurer als vorher. "Unser Qualitätsanspruch war auch vorher sehr hoch." Die Arbeit sei aber deutlich professioneller geworden. "Was würde schließlich passieren, wenn ein Autohersteller einen kaum getesteten Prototypen verkaufen würde."

Dabei beschränkt sich die Kollektion nicht nur auf Produkte, sondern umfasst auch die Tischkultur und die Art des Servierens. Schliesslich wollen 200 Menschen in einem Saal nicht alle dasselbe essen. Deshalb serviert Kofler als Vorspeise lieber Kleinigkeiten, aus denen der Gast auswählen kann, oder mehrere Zwischengerichte anstelle eines Hauptgangs. "An den können sich die meistens Gäste sowieso hinterher nicht mehr erinnern, wie Untersuchungen festgestellt haben." Die neuen Trends für den Winter will Antoniewicz noch nicht verraten, macht nur Andeutungen, dass es eine Kombination aus Schmorgerichten und rosa Gebratenem geben könnte oder dass er Wild spannend findet. Und auch neue Gartechniken, wie etwa das durch moderne Entwicklungen mögliche Frittieren in Wasser, findet den Eingang in die neue Kollektion.

Die Frühjahr/Sommerprodukte haben unlängts sogar der alte und der amtierende Bundespräsident gekostet. Beim Fest zum Amtswechsel in Berlin übernahm Kofler das Catering ebenso wie bei der Spiderman-II-Filmpremiere. Deshalb hört er immer öfter den Vorwurf, er arbeite mehr in Berlin als in Frankfurt. "In Berlin finden nun mal die großen Anlässe statt. Aber wir haben in Frankfurt 65 MItarbeiter, die das Geschäft in Deutschland und Europa abwickeln. In Berlin sind es nur 25." Auch Heiko Antoniewicz sitze am Main und entwickle hier die Prét-à-diner-Kollektion. Im Zoo-Palis bleibe er vertraglich mindestens noch bis zum Jahr 2007. "Dann haben wir noch eine Option, zu verlängern, wenn wir keinen anderen interessanten Standort in Frankfurt finden."

Von Sabine Börchers

 

WENN ZWEI STERNEKÖCHE AUFEINANDER TREFFEN, WIRD'S POETISCH

Frankfurt: Zum zweiten Mal hatten Frankfurts Sterneköche Martin Göschel aus dem Tigerpalast und Hans Horberth vom Restaurant Villa Merton zum Gespräch am Herd eingeladen. Schon die Namen ihrer "kleinen kulinarischen Köstlichkeiten", die sie für die treuen Gäste ihrer Häuser in der Küche der Villa Merton zubereiteten, zergingen auf der Zunge wie Poesie: [...] Hans Horberth servierte auf eckigen Glastellern marinierten Kaisergratin mit Melonen und Pinienkernsalsa, Lavendel Vignairette und Premium-Speckchips. Die ersten Fragen der Gäste kamen postwendend, während sie noch den Geschmack des Kaisergratins mit der Würze der Speckscheibe genossen. Horberth erläuterte, dass er den Premiumspeck aus dem Elsaß mit Gewichten beschwere und dann im Ofen trockne. Auch für den Fleischgang hatte er was besonderes ausgesucht: Aprikosenchutney mit geschmorten Kalbsbäckchen und Sternanisjus. "Kalbsbäckchen werden nicht mehr oft gemacht, obwohl sie besonders zart sind." Davon konnten sich die Gäste sofort überzeugen, denn das Fleisch war ein Gedicht und ließ sich mit der Gabel zerteilen. "Es wird angebraten, mehrmals abgelöscht und dann bei 70 Grad Celcius 24 Stunden im Ofen gegart", verriet er, wie viel handwerkliches Können ein solches Gericht erfordert. [...]

(In der Sommerpause) fahren die beiden gut befreundeten Küchenchefs erst einmal gemeinsam in den Urlaub. Ziel ist ein Appartement in den Bergen von Mallorca. Ob sie dort gemeinsam kochen? "Wir werden sicher die guten Restaurants auf der Insel testen und zusammen grillen", sagt Göschel. Im Hochleistungs-Kochen wollen beide eine Pause einlegen. Sehr zum Leidwesen von Hans Horberths Frau. "Zu Hause kocht mein Mann fast nie, dabei esse ich seine Köstlichkeiten so gerne. " (bö)

FAZ, 12. Juli 2004

 

AROMEN-KICK UND MAMA-KÜCHE

Einfach und Fein

[...] Pret-a-diner 2025, die Frühlingskollektion: Spargelspitzen aus Beelitz ziehen vorbei, wie Soldaten stehen sie auf buntem Acryl; dann die Trilogie von Roter Bete; auf Schieferplatten werden saftige Bauernbrotwürfel mit Butter, Salz und frischen Kräutern vorgeführt; alles ganz einfach, aber vom Feinsten. Zander-Happen aus den Seen Mecklenburgs, dazu geschmorte Bio-Gurkenscheiben in Dill. Ebenfalls 2004 hatte Catering-Chef Klaus-Peter Kofler mit seinen kulinarischen Modeschauen begonnen: zweimal jährlich die Trends vorgeführt im eleganten Studio hoch über dem Potsdamer Platz, Berlins pulsierender Mitte. Anfangs stand etwa das komplette Wildschwein am Spieß hoch im Kurs, dann finger food, handliche Happen aus allen Regionen der Welt, danach Well-ness-Food. [...]

Lufthansa Exclusive 07/04 Lifestyle Gastronomie

 

SCHNITTEN FAHREN

Der Catering-Unternehmer Klaus-Peter Kofler schlägt der Konkurrenz auf den Magen: Während sie Essen liefert, inszeniert er Diners wie Modenschauen.

Mann hat einen Plan und der ist schnell erklärt: Klaus-Peter Kofler will mit seiner Firma "tomorrow's first catering company" werden, wobei er offen lässt, ob in Deutschland, Europa oder der ganzen Welt. Vermutlich geht es um die Welt, der Mann ist ehrgeizig.
Zu den vielen Großkunden von Kofler & Company gehören Armani, Bertelsmann, Siemens, Zumtobel, er bekochte den New Yorker Oberbürgermeister und die hessische Landesregierung und seit diesem Jahr bewirtet der Frankfurter Unternehmer die Gäste im Zeughaus des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Von der Wirtschaftswoche ist Kofler auf Platz drei der wichtigsten europäischen Event-Catering-Agenturen gewählt worden und hat damit sogar Käfer hinter sich gelassen. Wie geht denn so was? "Um anderes zu erreichen, muss man die Dinge anders tun", sagt Kofler, gerade mal 40 Jahre alt, südländische Ausstrahlung, smartes Lächeln. Er hat das richtige Aussehen, um als sein eigener Werbeträger aufzutreten. Kofler ist der Popstar unter den Caterern. Seit der Firmengründung 1992 habe er auf klassische Marktsegmente verzichtet. Er lieferte nichts in Kantinen und Flugzeuge, sondern zu jedem Essen eine große Show.

Sein neuestes Projekt: der Laufsteg. Wie bei Modeschauen will Kofler in jedem Frühjahr und Herbst Trends präsentieren. Ab 2005 sind die "Pret-a-diner"-Veranstaltungen vor großem Publikum geplant, in diesem Jahr noch als "Atelierveranstaltungen" im Berliner Showroom der Firma. Soeben wurde dort die Frühjahrskollektion von Zweisternekoch Juan Amador vorgestellt: einfache Zutaten, neu zusammengestellt. Dazu gehört die Ofenkartoffel nicht in Alufolie, sondern in Filouteig gebacken, gefüllt mit Kartoffelschnee, serviert mit kalter Remouladensauce und gehobelter Trüffel; Gänseleber-Ravioli in einer Mangohülle (statt im Nudekteig); Thunfisch kombiniert mit Wassermelone, Chili und Minze. Jedes einzelne Gericht aufwändig präsentiert - und die Kartoffel wird zur Skulptur.

Schade ist nur: Der Münchner Konkurrent Käfer hat immer noch die höheren Marktanteile. Aber das kümmert Kofler wenig: "Wir wollen ja nicht die Größten werden, sondern die Besten."

Simone Kosog. GQ Magazine 06/04

 

RESTAURANT MERTON

So schnell hat sich in Frankfurt noch keiner an die Spitze gekocht, und obwohl es so knapp zuging wie nie zuvor in 15 Jahren, ist es eine echte Überraschung, dass sich das Team von Chefkoch Hans Horberth schon im zweiten Jahr gegen den Dauersieger Tigerpalast und die ebenfalls neue Top-Mannschaft um Volker Drkosch vom Brick durchsetzen konnte. Erster Pluspunkt: In der als Heimat des Union International Clubs bekannten prächtigen Villa im Diplomatenviertel mit großem Garten, eigenem Pool und Tennisplätzen bietet das Restaurant Villa Merton in Sachen Ambiente deutlich mehr als die direkten Rivalen in Frankfurt und muss sich an diesem Punkt nur dem Balkon des Restaurant Opera in der Alten Oper geschlagen geben, wo aber nicht auf diesem Niveau gekocht wird. In den zwei eleganten Speisesälen mit ihren über vier Meter hohen Decken bleibt auch gebührender Abstand zu den Nachbarn, und die Tischdekoration mit frischen Blumen und kleinen aus altem Tafelsilber zusammengelöteten Kunstobjekten ist außergewöhnlich gut gelungen und die beste der Stadt. Bei der Zusammenstellung der Karte geht Qualität vor Quantität; allerdings gibt es hier ein kleines Minus: Das Angebot von nur fünf Vorspeisen, Suppen, und Zwischengerichten ist aus unserer Sicht des Guten doch etwas zu wenig. Das Abendmenü bietet eine Auswahl von drei bis fünf Gängen zu Preisen von 52 bis 72 €. In Anbetracht der exzellenten Qualität und der vielen Zugaben aus der Küche bringt uns das trotz der sehr kleinen Karte zum zweiten Pluspunkt im Vergleich mit den anderen Top-Restaurants – das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier spürbar besser als etwa im Tigerpalast oder Brick, denn für kulinarische Höhepunkte auf gleichem Niveau wird hier weniger Geld verlangt. Der Service ist ausgesprochen professionell: zurückhaltend, nie störend, aber trotzdem immer im richtigen Moment zur Stelle und charmant um das Wohl der Gäste bemüht. Genau so also, wie man es sich an einem solchen Ort und bei so gutem Essen wünscht. Ein weiterer Pluspunkt ist die Fülle der kleinen Extras und Zugaben, die nicht auf der Rechnung stehen – da werden neue Maßstäbe gesetzt. Lassen Sie sich ruhig überraschen. Die kleinen Zugaben machen besonderen Spaß, wenn der Küchenchef sie listig einsetzt, um Ideen an den Mann und die Frau zu bringen, die kaum jemand freiwillig ordern würde und die gerade deshalb für angenehme Überraschungen in einem Menü sorgen. Ein schönes Beispiel bei einem unserer Besuche waren seine raffinierten Stockfischbällchen. Gleich die erste Vorspeise ist typisch für den Stil von Küchenchef Horberth: Marinierte Foie Gras ist ein Klassiker, auch in der Kombination mit markanten Fruchtaromen. Aber so wie hier – in Begleitung eines gebackenen Dörraprikosenknödels und mit Selleriesalat (22 €) hatten wir sie trotzdem noch nie auf dem Teller. Das ist klassische Kochkunst mit dem gewissen kreativen Kick – besser geht’s kaum. Horberth beherrscht das anspruchsvolle und riskante Spiel mit intensiven Aromen, und das zeichnet seine Küche aus. Ein schönes Beispiel ist das Schmorgemüse in einem Strauchtomatengelee im Zusammenspiel mit einer gegrillten Jakobsmuschel, Sardinenchips und Petersilienpesto. Das klingt gewagt und ist es auch – aber das Geschmacksurteil ist dann ganz einfach: wunderbare Kombination – genau so muss man es machen. Die beeindruckendste Komposition in unseren Menüs war ein Tässchen Suppe: Ein Cappucino vom Ochsenschwanz mit Frühlingstrüffel. So einfach und so genial gemacht– für 10 € eine kleine, intensive kulinarische Offenbarung. Auch das fällt auf: Die Auswahl ist klein, aber dafür leistet man sich nicht die geringste Schwäche. Ob es das überaus delikate Filet vom Havel-Zander auf einer Rauchfischbrandade mit Artischocken und einem leichten Kräuteröl (27 €) oder der perfekt gegrillte und ausgelöste Hummer mit Apfel-Curry-Nage, glasiertem Spargel und Schmetterlingsnudeln (29 €) war – es sind alles spannende, gelungene Kombinationen, die immer wieder bekannte und klassisch erprobte mit neuen und überraschenden Elementen zusammenbringen, ohne je den Eindruck von Experimenten zu machen. Genau das ist die Kunst der großen Küche. Zu der gehört auch eine gute Weinauswahl. Die ist – auf Wunsch auch mit kompetenter Unterstützung – durchaus möglich, obwohl die Weinkarte mit der des Tigerpalasts oder auch Ernos Bistro nicht zu vergleichen und noch stark ausbaufähig ist. Noch verlässt man sich zu sehr auf bekannte Etiketten und Kultweine, und es gibt deswegen vergleichsweise wenig Neues und Spannendes zu entdecken. Die Auswahl an Rohmilchkäse dagegen ist tadellos, und der Patissier des Hauses sorgt für das große Finale mit einem wunderbaren Zitronensavarin mit Rhabarber und – ebenso mutig wie gelungen – Estragoneis. Wer es klassischer mag, der probiert das Waldmeisterrahmeis und eine zarte Crcme brulée, deren schönes Vanillearoma leider etwas darunter litt, dass sie in einer zu großen Schale zu flach verteilt war – mit dem Resultat, dass die delikate Balance zwischen Karamellkruste und Creme nicht mehr stimmte. Aber stellen wir bei dieser Gelegenheit fest: Man muss in der Villa Merton dieser Tage schon sehr genau hinschauen, um etwas zu finden, das nicht perfekt ist.
Text: N.N.
Restaurant Merton
Am Leonhardsbrunn 12
60487 Frankfurt
Telefon: 069/703033
Fax: 069/7073820
E-Mail: rk@kofler-company.de
WWW: www.kofler-company.de
Mo-Fr 12-14 + 18-22h, Sa/So nach Vereinbarung
Kreditkarten: AE/DI/MC/VI/ec-cash
RMV-Verbindung: Bus 32 Dittmarstraße

Journal Frankfurt, Juli 2004

 

NEUE WEGE IM "PARTYSERVICELAND"

Zweimal im jahr präsentiert Event-Caterer Klaus Peter Kofler gastronomische Modenschauen.

Mailand, Paris, New York - hier wird die neueste Mode präsentiert. Jetzt kommt auch Berlin hinzu. Wenn auch mit einer Modenschau der etwas anderen Art.

Zweimal im Jahr baut Event-Caterer Klaus-Peter Kofler seinen eigenen Laufsteg auf und präsentiert gastronomische Modenschauen, Pret-a-Diner nennt der das passenderweise. Der Catwalk ist ein schickes Appartement mit Privatcharakter und Showküche weit oben im Beisheim-Center am Potsdamer Platz, auf der ersten Schau stellen Kofler und Sternekoch Juan Amador vor, wie das Catering für Frühjahrs- und Sommerevents 2004 aussehen könnte: Wassermelone mit Thunfisch, Chili und Minze oder als Dessert den gebratenen "Gato Mallorquin" mit Himbeeren, Honigkaramell und Mandeleis.

"Wir wollen kulinarische Leitlinien geben", erklärt Kofler sein Lifestyle-Food-Konzept. Viele Büffets, und sind sie noch so exklusiv, sind für den zu den Top-Caterern der Republik zählenden Unternehmer aus Frankfurt nicht mehr zeitgemäß. Das verjüngte Publikum auf Galas und anderen Events hat differenzierte und individuelle Essgewohnheiten. Kofler schwört nicht kategorisch Hummer & Co. ab. Doch viel spannender ist es für ihn, klassische Speisen zu dekonstruieren und neu zusammenzusetzen. Und er spürt den Zeitgeist für einfache Gerichte und Zutaten: rustikales Holzofenbrot kombiniert mit Pata Negra und Essigkirchen, die Wiederentdeckung des Schweinebratens und als Basis Butter, Salz, Pfeffer - Qualität ist das A&O.

Wenn es dann noch die Jakobsmuschel ist, bei Amador einfach ein Muss, dann eben in witziger Kombination mit Paprika, Curry und Banane.

Für Kofler & Company sind für sie die Zeiten langer Büffetstrecken, an denen sich hungrige Gäste drängeln, vorbei. Neue Wege braucht das Partyserviceland. Die Pret-a-Diner-Idee serviert dem Häppchenvolk tapasartige Starter und Nachspeisen als variantenreiches Flying bouche. Die Hauptgänge werden an Kochstationen live zubereitet. An der Dominanz der Hauptgerichte rüttelt Kofler ebenfalls - er favorisiert mehrere Zwischengänge. Korrespondierende Weine gehören sich für Kofler von selbst.

Da das Auge grundsätzlich mit isst, und das nicht nur vom Teller, gehört zum High-class-Catering auch das entsprechende Design für Tisch und Raum. Zum edlen Weinglas ein buntes barockes Wasserglas samt kuhfellbezogenem Untersetzer auf einem apfelgrünen, dicken Filzset - das hört sich unkonventionell an. Und das ist es auch, doch tut es der Eleganz keinen Abbruch und bildet den passenden Rahmen für Amadors Frühlings- und Sommerkreationen. 60 lukullische Köstlichkeiten umfasst die aktuellen Kollektion: 15 Tapas, 35 Zwischen- und Hauptgänge, 10 Desserts - herzustellen in jeweisl maximal sechs Handgriffen. Von einer allzu üppigen Auswahl rät Kofler seinen Kunden ab. Weniger ist mehr lautet seine Devise, um sich die einzelnen Geschmackserlebnisse nicht kaputt zu machen.

Die nächste kulinarische Modenschau präsentiert Kolfer seinen Kunden im Herbst. Dann lädt er zum zweiten Mal in seinem Showroom am Potsdamer Platz und zu den Trend-Schmankerl für die Winterevents 2004/2005.

AHGZ, April 2004

 

STARKOCH ALS NOTLÖSUNG

Von Annette Wollenhaupt

In der Küche von Frankfurts noblem Feinschmecker-Restaurant "Villa Merton" herrscht Hochbetrieb. In großen Edelstahltöpfen brodelt Fischfond vor sich hin. Die Zutaten: Zander, St. Peters Fisch, Steinbutt, Seezunge, Estragon, Lorberr, Rosmarin - alles abgeschmeckt mit Weißwein. Die weißen Kacheln sind gespickt mit Bestellzetteln. Küchenchef Hans Horberth muss den Überblick behalten; jeder Arbeitsschritt muss sitzen, das Team aus sieben Mitarbeitern miteinander harmonieren.

Unter Horberths Führung errang das Restaurant zweimal 16 Punkte im Gault-Millau und den heiß begehrten Michelin Stern. Der junge Starkoch hat auch schon zuvor eine beachtliche Anzahl von Auszeichnungen erhalten. Unter seiner Leitung errang das Gourmet Restaurant "Ars Vivendi" im Jagdhof Glashütte 1999 stattliche 16 Punkte im Gault-Millau, ein Jahr später gab es einen Stern im Guide Michelin, erneut 16 Punkte im Gault Millau und eine Kochmütze im Varta-Führer. Der Villa Merton bescherte Hans Horberth 16 Punkte im Gault Millau bereits im Jahr 2002. Er ist mit seinen gerade mal 33 Jahren zum Starkoch avanciert, keine Frage. Dabei war sein Ausbildungsweg eigentlich "eine Notlösung".

Als Horberth in den 80er Jahren eine Lehrstelle suchte, waren Ausbildungsplätze rar. Also wurde er Page, ließ sich im kleinen familiären Konstanzer Seehotel Siber zum Restaurantfachmann ausbilden, war später Commis de rang im Restaurant Chesery in Gstaad und machte schließlich im renommierten Hotel "Deidesheimer Hof" an der Weinstraße seine Ausbildung zum Koch.

Horberths Lebenslauf liest sich wie die Aneinanderreihung nobelster Adressen. Unter anderem war er Assistent der Geschäftsführung in Johann Lafers "Table d' Or" in Guldental. Hier wirkte er auch als Leiter der Laferschen Kochschule und Co-Autor mehrerer Kochbücher. "Die drei Jahre bei Lafer waren prägend", sagt Horberth. Seit langem verkehrt Horberth von Berufs wegen in feinen Kreisen, an die Anfänge kann er sich noch lebhaft erinnern. "Erschlagen" hatte ihn seinerzeit die Eleganz im Deidesheimer Hof. "Es war eine ganz andere Welt als die, die ich von zuhause her kannte", sagt Horberth. Er erinnert sich an Familienessen der eher "rustikalen Art", an einfache Pizzeriabesuche. Helmut Kohl, Denis Quaid, Queen Elisabeth und Gorbatschow - einer Vielzahl von Prominenten ist Hans Horberth später in seinem Beruf begegnet. Auch über den Union International Club, dem Hausherrn der Villa Merton. Dennoch hat er sich seine Natürlichkeit bewahrt. Noch heute kann er einer Portion gut zubereiteter Bratkartoffeln und einem Schnitzel viel abgewinnen. Und wenn er mit seiner Frau, einer Gymnasiallehrerin, in der Freizeit unterwegs ist, dann muss es keinesfalls ein Gormetrestaurant sein, in dem sich beide niederlassen.

"Sehr glücklich" fühlt sich Horberth allerdings in der Villa Merton, sagt von sich selbst: "ich wollte immer in einem stark frequentierten Großstadtrestaurant arbeiten." Als angenehm empfindet er die Tatsache, dass das edle Nobelrestaurant im Diplomatenviertel ruhig gelegen ist. Ein weiteres großes Plus: Die Betreiber, die Kofler Company, lasse ihm große Freiheiten. "Ich konnte mitreden bei allen Fragen rund um die Tischkultur, das ist in Gastronomiekresien eher ungewöhnlich."

Die jüngste Michelin-Stern-Auszeichnung freut Horberth. Auch für Frankfurt. "Die Stadt boomt gastronomisch", sagt er. Innerhalb von zwei Jahren sei die Zahl der mit einem Michelin-Stern geadelten Restaurants in Frankfurt von Anfangs zwei auf beachtliche fünf angewachsen.

Quelle: Frankfurter Rundschau

 

LAUFSTEG FÜR DREI GÄNGE / PRET A DINER

Von Stefan Wimmer

Ob Nouvelle Cuisine oder Junge Wilde - was auf den Teller kommt, bestimmen Trends. Um den Geschmack der Zeit zu treffen, will der Event-Caterer Kofler & Company gastronomische Modenschauen veranstalten.

Das Publikum wartet gespannt auf das Finale der Frühjahrsschau. Doch hinter der Bühne ist Juan Amador noch konzentriert an der Arbeit. Mit skeptischem Blick wendet er ein Gewürzbrot, das in der Pfanne leicht karamellisiert, zieht dann die Augenbrauen bis zu den Wimpern herunter und beugt sich tiefer über die gusseiserne Pfanne, als wolle er den richtigen Zeitpunkt erschnuppern. Dann schichtet er die Brotscheiben mit Cabrales, einem spanischen Blauschimmelkäse, dekoriert Platten aus Pedro-Ximénez-Gelee dazu und häuft apfelkernkleine Quittenwürfel darüber. Der letzte Gang betritt den Laufsteg, Scheinwerfer hüllen ihn in ein bläuliches Licht, begeistertes Raunen der Zuschauer.

Die Zuschauer waren diesmal allerdings nur das Kochtopf-Guck-Team von DMEuro, die Show nur eine kleine Feinkostprobe. Eine, die zeigen soll, was wir essen werden diesen Sommer. Was Gäste auf künftigen Empfängen und Galas erwartet. Was an Trends in den Küchen der Welt schon vorbereitet ist und jetzt zum großen Durchbruch kommen könnte. Klaus-Peter Kofler ist der Mann hinter dieser Idee. Ein Typ wie mit eigener Laufstegerfahrung. Seine mokkaschwarzen Haare liegen lässig, aber nicht nachlässig nach hinten gegelt, der Dreitagebart gut gestutzt, der kreidegestreifte Flanellanzug schmiegt sich faltenfrei an den Rücken. Er leitet ein florierendes Event-Catering-Unternehmen und führt mehrere Restaurants, unter anderem die Villa Merton im Frankfurter Diplomatenviertel, die gerade mit dem ersten Michelin-Stern geschmückt wurde.

Die Wirtschaftswoche setzte ihn unlängst an Platz drei der wichtigsten europäischen Event-Catering-Agenturen – noch vor Käfer und Lufthansa-Partyservice. Zwar sind die beiden anderen größer, aber Kofler & Company, wie das Frankfurter Unternehmen heißt, zieht derzeit ein wichtiges Event nach dem anderen an Land. Besonders in Berlin, wo man eine Zweigstelle direkt am Potsdamer Platz gegründet hat, floriert das Geschäft. Zuletzt belieferte Kofler die Premiere des dritten Teils von „Der Herr der Ringe“ (Krokodil in Erde gegart), die Eröffnung der Armani-Ausstellung im Guggenheim Berlin, eine Siemens-Führungskräftetagung. Seine Referenzliste liest sich wie eine Vermählung von DAX, Kultur und Mode.

Doch Kofler will mehr. Er will eine Marke werden, ein Name, der in Erinnerung bleibt. Bei der Versorgung von Festen und Events mit Essen und Getränken gibt es für ihn drei Möglichkeiten: Es fiel unangenehm auf, es fiel gar nicht auf oder es fiel auf. Er will Letzteres. Deshalb verzichtet er meist auf Buffets und reicht nicht stumpf immer gleiche Löffelgerichte, deshalb entwirft er eine Kollektion.

Zwei Mal im Jahr will er die Moden der internationalen Spitzengastronomie seinen Kunden präsentieren, genau wie bei den Prêt-à-porter-Schauen der großen Modedesigner. Den Begriff hat er gleich kulinarisch in „Prêt-à-dîner“ umgedichtet. Kofler plant kleinere Kundenpräsentationen zum Thema, eine eigene Zeitschrift und 2005 sogar Modenschauen. Dabei kommt es nicht nur auf das Essen an, sondern auf die dazugehörigen Lifestyletrends, direkt entlehnt aus den Küchen der Welt und den Hochglanzmagazinen. „Wallpaper ist bei uns Pflichtlektüre.“ Diesen Satz betet er gerne herunter, wenn er sein Unternehmen darstellen will. Er hat ein Gespür für Trends, die in einem Alter sind, dass sie für Trendsetter längst Mainstream bedeuten, aber für die große Masse – manche Events haben 1? 500 und mehr Gäste – noch unheimlich frisch riechen.

„In der Küche von Ducasse ist Brot ein großes Thema.“ Ein Satz wie gemeißelt in die Speisekarte der Führungskräfte-Meetings oder der Filmpremieren. Was Ducasse, der Meister, der Superkochvermarkterimbisstycoon, macht, wollen sie alle. Und dann reanimiert Kofler sogar Escoffier, der vor 100 Jahren ein Standardwerk der französischen Küche herausbrachte. „Tradition und Evolution“ spiele eine große Rolle in der zeitgenössischen Küche. Historische Gerichte werden neu entdeckt und modern interpretiert. Ach ja, und visionäre Köche verzichten auf die Lieblingsluxusprodukte. Trüffel, Gänseleber, Jacobsmuscheln, Kaviar – am besten sogar alle in einem Gericht –, sie sind passee und längst politisch nicht mehr vertretbar. Von seinen Kunden hört er oft: „Sie lesen ja die Zeitungen ...“, oder: „Wir halten es derzeit für nicht angebracht ...“ Aus Angst vor Sozialneid und Kritik der gebeutelten Belegschaft fallen Feste kleiner aus und kommen bescheiden daher.

„Die Menschen haben eine große Sehnsucht nach Bodenständigkeit“, sagt der 39-Jährige. Doch Bodenständigkeit kann trotzdem Luxus sein. Wasser, Brot, Butter und Salz, Schweinebraten – auf dem Einkaufszettel liest sich das dann so: iberisches Jungschwein, Fleur de Sel aus der Camargue (125 Gramm um 7 Euro), Échiré-Butter, frisches italienisches Landbrot und Voss-Wasser aus einem norwegischen Gletscher. „Ich rate meinen Kunden, nur einen Rotwein und einen Weißwein auf die Getränkekarte zu setzen, bei Wasser ist das etwas anderes“, sagt Kofler.

Doch in Wahrheit ist Kofler gar kein Koch, sondern Bäcker. Deshalb holt er sich für seine Frühjahrs- und Herbstschauen prominente Unterstützung. Mit Juan Amador hat er einen mit zwei Sternen dekorierten Kreativkoch zu Rate gezogen. Der spanischstämmige Schwabe, der in den Weyberhöfen in Aschaffenburg zwei Michelin-Sterne erkochte, eröffnet Ende Februar in Langen bei Frankfurt ein Restaurant unter seinem Namen, bis dahin forscht er mit Gaumen und Zunge und schließt seine Erfahrungen mit Kofler kurz.

Amador dekonstruiert bekannte Gerichte und setzt sie dann neu zusammen. So wird aus dem Leberwurstbrot ein Röstbrot mit Gänseleber. Die Schwarte seiner iberischen Jungschweinschulter karamellisiert er gesondert – damit fällt der fette Teil weg. Dazu serviert er gebratene Steinpilze und eine dekorative Prise Fleur de Sel. Als Vorspeise umwickelt er Seehecht mit Pata-Negra-Schinken, reicht dazu Essigkirschen und Rotweinreduktion.

Kofler lässt eine Kirsche im Mund verschwinden und schaut abschätzig wie bei der Stoffprobe. Dann nickt er zufrieden. Die Kollektion kann anlaufen. Die Häppchengesellschaft wartet schon auf neues Futter.

Quelle DMEuro

 

KROKODIL-SCHNITTCHEN? HERR KOFLER MACHT ES ETWAS ANDERS

von Inga Griese

Machen Sie das auch manchmal? Im Auto an der Ampel wartend die Leute im Nachbar-Pkw beobachten und raten, was sie von Beruf sind? Bei Klaus-Peter Kofler würde ich sofort auf einen argentinischen Polospieler tippen. Und läge gar nicht mal so verkehrt damit.
Zumindest kann der 39-Jährige reiten wie der Teufel. Einer von"unseren" National-Springreitern war er mal. Aber ansonsten hat er alles andere als einen Macho-Job. Eigentlich macht er das, was Frauen gut können. Kochen, decken, Partys organisieren.

Aber in der Branche scheint es so zu sein wie bei den Reitern. Es gibt zwar viel mehr junge Mädchen als Jungs, deren Glück auf dem Rücken der Pferde liegt, doch die erwachsenen Spitzenreiter sind überwiegend
männlich. Und aus einer guten Hausfrau wird selten eine gute Geschäftsfrau. Also, Klaus-Peter Kofler, der sich auch als Boss-Model durchschlagen könnte, aber überraschend schüchtern wirkt, ist Caterer. Lebensmittellieferer, wie es akkurat übersetzt heißt. Wobei Lebensgefühllieferer passender wäre. Denn der Frankfurter macht nicht Happen fürs Behördenjubiläum, sondern inszeniert ganze Happenings, von Intim in Frankfurts besten Kreisen bis zu International bei Filmpremieren wie "Herr der Ringe" in Berlin. Da gibt es dann auch schon mal Krokodil. Und ganzen Ochsen. Aufmerksamkeit ist schließlich (fast) alles. Denn Kofler gilt zwar als der neue Käfer, aber solange sein Name noch verwechselt wird mit dem Fernseh-Georg oder besserenfalls mit seinem Vater Peter, dem Frankfurter Konditor, darf am Profil noch geschnitzt werden. Dabei will Kofler gar nicht wie Käfer sein. Der Münchner macht zwar nach Branchenschätzung doppelt so viel Umsatz, nämlich gut 20 Millionen Euro im Jahr, aber das interessiert den Kollegen nicht. Er betreibt sein Geschäft anders, exklusiver, komplexer und will auf keinen Fall Tiefkühlpizza auf den Markt bringen oder Flugzeuge versorgen. Er hat auch keine Silvestergala gemacht. Ist lieber mit seiner Frau, einer aparten Zahnärztin, und Baby nach Kapstadt gefahren. Alles zu seiner Zeit. Und dann richtig.

Wir sitzen an einem großen, dunklen Schöner-Wohnen-Holztisch im Koflerschen Heim im Fankfurter Dichterviertel. Fünf Tage vor der Geburt des Söhnchens im September sind sie hier eingezogen. Martina Kofler ist eine zarte Person, aber ein handfester Typ. Ihretwegen gibt es im Koflerschen Eisschrank auch Ketchup. Von außen gediegen wie die Nachbarschaft, ist das Haus von innen umso überraschender modern, weiträumig, dezent, ruhig. Man könnte hier auch eine Ayurveda-Therapie machen.

Der "Polospieler" wirkt zurückhaltend, spricht leise, gestikuliert leise. Das soll nicht über Führungsstärke hinwegtäuschen. Wer ein Pferd über mächtige Oxer heben kann, der weiß sich durchzusetzen. Könner müssen dafür nicht laut sein. Und mit der Reiterei hat wohl auch die Erkenntnis zu tun , dass man sich nicht verzetteln darf, es "immer nur eine Chance" gibt. Wenn die Stange unten liegt, liegt sie da. Egal, wie lange man theoretisiert. "Der Zweite ist immer der erste Verlierer." So ähnlich arbeitet Kofler, der Konditormeister und studierte Betriebswirt. Bevor er eine Veranstaltung nicht hundertprozentig gestalten kann, sagt er lieber Nein. Markenbildung nennt er das.

Eigentlich sollte die Marke ja eine andere werden. So etwas wie Olympiasieger. Aber der Vater, der in sechster Generation jene Hofkonditorei Kofler in Bad Homburg führt, zu der tout Frankfurt fährt, um seine Brötchen zu kaufen und die preisgekrönten Baumkuchen erst recht, also Peter Kofler sagte zu seinem Sohn, der immer nur reiten wollte: "Mach, was du willst. Aber ich brauche eine Perspektive für die Firma." Der Vater wusste, wovon er sprach, war schließlich selbst passionierter Reiter, Kutschenfahrer und erfolgreicher Unternehmer. Zwei Wochen später stand der Junior im Kittel in der Backstube und fegte den Boden. Er, der fürs Stallausmisten schon zwei Leute hatte. "Ein blödes Gefühl. Aber so konnte ich weiter reiten."

Die ersten drei Monate waren hart, doch die Meisterprüfung beendete er als Jahrgangsbester. Die Pferde hat er schließlich an Paul Schockemöhle verkauft. Vor kurzem hat er seit zehn Jahren zum ersten Mal wieder auf einem gesessen, ist gleich einen Parcours gesprungen, immerhin 1,20 Meter hoch. Doch Zeit fürs Reiten ist jetzt nicht, ein Pferd ist kein Golfschläger, den man nach Belieben herausholt. Aber es ist gut zu wissen, dass man nicht alles verlernt. Zum sportlichen Austoben muss nun ein Drahtesel reichen. Mountainbikefahren mit Freunden. "Ich würde es eher Gladiatorenschlacht nennen", sagt Martina Kofler lächelnd.

Da klar war, dass für den ambitionierten Vater und den ambitionierten Sohn, der bei Sprüngli gearbeitet hatte und auch mal mit einem Koffer voll Pralinen durch New York gelaufen war, um einen Feinkostvertrieb aufzubauen, nicht genug Platz sein würde in der feinen Konditorei, studierte der Sohn zusätzlich Betriebswirtschaft. Mehr aus einer Laune heraus organisierte er bei einem Straßenfest in Bad Homburg zusammen mit einem Freund, der Geschäftsführer bei einem "Partyservice" war, einen mexikanischen Stand. Corona-Bier, Gipsy-Kings-Musik, Sombreros. Die Bude war ein derartiger Erfolg, dass sie dachten, da müssen wir mehr daraus machen: nämlich Kofler & Company (K&Co). Das war 1992. Ein souveräner Name für ein Mini-Unternehmen.

Doch im vergangenen Jahr wurde die Firma auf Platz drei unter den Top Ten der besten Event-Caterer in Europa gewählt. Dabei soll es nicht bleiben. Der Dritte ist schon der zweite Verlierer. Für den New Yorker Oberbürgermeister hat Kofler einen Empfang organisiert. Für Armani gekocht, für Riesen-Galas wie "Innocence in Danger". Hat die Villa Merton im ehrenwerten Frankfurter Union Club derart aufgemöbelt, dass der Küchenchef Hans Horberth im November mit einem Michelin-Stern geehrt wurde. Im Deutschen Historischen Museum in Berlin wird er das Zeughaus bewirten. Der Ritterschlag.

Kofler ist tough, teuer, kreativ und pingelig. Er liefert nicht die Schnittchen, sondern das ganze Konzept. Damit er sichergeht, dass alles seinen Ansprüchen entspricht. Deswegen baut er jedes Mal seine eigene Küche auf. Warmes Essen transportieren? K&Co ist doch kein McDrive. Das heißt nicht, dass die Menüs überkandidelt sein müssen. Krokodil nur bei Bedarf. Bodenständigkeit ist eh wieder gefragt. Hausmannskost. Das Salz in der Caterer-Suppe sind Ideen und Sinn für Ästhetik. Beides hat Kofler, vom Zuschauen, Reisen, Lesen. Und weil Lebensart auch mit Mode zu tun hat, offeriert er ab Februar "Pret-a-dinner"-Kollektionen.

Nicht nur die Mode erfindet sich in Herbst und Frühjahr neu, nach Koflers Vorstellung nun auch das Essen und die dazugehörige Tischkultur. Die Designer wollen uns jetzt raffiniert, feminin, bunt und leicht. Das klingt nach Salat auf dem Teller-Catwalk, oder? Abwarten, sagt Herr Kofler. Herr Lagerfeld verrät ja auch nix vor der Show.

Man könnte sagen, der fast 40-Jährige hat es geschafft. Er guckt einen Moment so wie Hugh Grant in "Notting Hill", als Julia endlich Ja sagt. Schüttelt dann aber den Kopf: "In diesem Job hat man es nie geschafft."

Das nächste Spiel ist eben immer das schwerste. Das ist gut für die Fans.

Welt am Sonnag, 10. Januar 2004

ERFOLG SATT

Büfetts sind längst keine kulinarische Strafe mehr. DerFrankfurter Caterer Kofler & Company bringt deutschen Geschmack demnächst auch nach China

von Martina Goy

Ausnahmsweise beginnt die Geschichte über Klaus Peter Kofler, Edel-Caterer aus Frankfurt, mit ein paar Zeilen an seine Frau Martina: Liebe Frau Kofler, nächsten Mittwoch haben Sie Geburtstag. Freuen Sie sich besonders darauf. Ihr Mann hat diese Woche vor Zeugen zugegeben, dass er Ihnen noch eine selbst gefertigte Geburtstagstorte schuldet.

"Schreiben Sie das bloß nicht", hat der Ehemann im Berliner Hotel "Adlon" mit einem kleinen Lächeln gesagt, "sonst muss ich diesmal tatsächlich backen. Und eigentlich hat sie mehr als nur das verdient."

Nun ja, manchmal ist ein bisschen Druck ganz hilfreich. Und Druck ist Klaus Peter Kofler, 39, gewohnt. Die Gründung seines Catering-Unternehmens Kofler & Company 1992 hat er nicht zuletzt dem Ehrgeiz seines Vaters Peter, 66, zu verdanken. Der führt in der sechsten Generation in Bad Homburg eine feine Konditorei und trieb den einzigen Filius in bester Vater-Sohn-Kompetition-Manier stets zu Höchstleistungen an. Lohn des gegenseitig akzeptierten Generationen-Wettstreits: Angefangen hat der Sohn mit Mexican Food und Gipsy-Musik auf einem Straßenfest, am Ende dieses Jahres wird Kofler & Company mit der mobilen Bewirtung von Promi- und Charity-Partys, Messen und Ausstellungen sowie Filmfestivals und Botschaftseröffnungen zehn Millionen Euro umgesetzt haben. Nicht ganz so viel wie der bayrische Konkurrent Michael Käfer, der nach Branchenschätzungen auf 20 bis 25 Millionen Euro kommt. Aber: In der Bewertung von Europas besten Event-Caterern wurde Kofler gerade auf Platz drei der Top Ten nominiert - noch vor dem Münchner Mitbewerber Käfer.

Auf 3,5 Milliarden Euro insgesamt wird das Marktvolumen der Branche geschätzt. Den Großteil davon teilen einige wenige große Anbieter unter sich auf. Um den Rest buhlen etwa 20 000 Schlachter, Hotels und private Partyservices. Zuletzt mit massiven Überlebensproblemen. Nach dem Feier-Boom der New Economy ist wieder Bescheidenheit und Sparen angesagt. "An unserer Auftragslage", sagt Kofler, "kann man die wirtschaftliche Lage früh ablesen. Wir haben den Konjunktureinbruch schon im Sommer 2001 vor dem Terroranschlag in New York gespürt." Und was spürt die Branche jetzt? Kommt der Aufschwung? "Es gibt wieder mehr Weihnachtsfeiern", sagt Kofler. Allerdings verstärkt mit Prosecco statt Schampus und gern mal mit deftiger Einfachheit statt Flusskrebsen und Kaviar.

Derzeit ist der gelernte Konditor und studierte Betriebswirt regelmäßig in Berlin, dem zukünftigen zweiten Standort seines Unternehmens. Im Deutschen Historischen Museum wird Kofler & Company ab 2004 das so genannte Zeughaus bewirten. Kleinste Einheit dabei ist ein Café, das stilvoll in einer Bibliothek untergebracht werden soll. Noch ist von zukünftiger Gastro-Kultur zwar nicht viel zu sehen im Haus Unter den Linden Nummer zwei. Die Handwerker bohren und sägen noch. Doch auf einem kleinen weißen Stück Papier auf einer Stellwand steht immerhin ein erster kleiner Hinweis: "Kofler Küche Ost".

Und weil die Versorgung von Massen mit Speisen und Getränken längst zur First-Class-Angelegenheit geworden ist, hat sich der Chef-Vordenker einen neuen Coup für seine anspruchsvolle Klientel von Armani über Mercedes bis zur Begum Inaara Aga Khan ausgedacht. Ebenfalls ab 2004 sollen zweimal im Jahr wie die großen Modenschauen, Prêt-à-porter genannt, Prêt-à-diners stattfinden: Das Neueste und Beste aus aller Welt rund ums Essen als Catwalk der sinnlichen Genüsse.

Indes: Der Markt in Deutschland wird eng. Der unerbittliche Preiskampf untereinander macht allen mobilen Großküchen zu schaffen. Bleibt eigentlich nur die Expansion ins Ausland wie China oder der Ostblock - ein Weg, den viele Branchen inzwischen erfolgreich gehen. "Es gibt ausbaufähige Märkte, die wir im Auge haben", sagt Kofler, der im Heimatmarkt fest 80 Mitarbeiter beschäftigt.

Vater Peter werden derlei visionäre Ankündigungen freuen. Zeigen sie doch, dass seine zumindest für außen Stehende bisweilen brutal anmutenden Erziehungsmaßnahmen fruchtbar waren. Beispielsweise die Sache mit dem Rauchen. Obwohl selbst starker Raucher, empörte es den Bäckermeister damals, als er im Zimmer des zwölfjährigen Sohnes Zigarettenvorräte fand. Doch statt ihm das Paffen einfach zu verbieten, lagen eines Mittags kommentarlos die Zigaretten auf dem Tisch. Nach dem Essen, als der Sohn aufstehen und verschwinden wollte, ließ ihn der Vater nicht gehen, sondern rauchte mit ihm zusammen die Zigaretten bis auf den letzten Krümel auf. "Es dauerte Stunden", erinnerte sich Klaus Peter Kofler, "und danach war mir nur noch schlecht. Aber Zigaretten geraucht habe ich danach nie mehr."

Geschichten wie diese kann der ehemalige Springreiter, der einst mit Olympiasieger Ludger Beerbaum im Kader der Nationalmannschaft ritt, heute locker erzählen. Die Abnabelung vom Erzeuger, dessen Erlaubnis zum zeitweiligen Leistungssport er sich mit der Ausbildung zum Konditormeister und anschließendem Studium erarbeiten musste, hat offensichtlich derart gut geklappt, dass Kofler junior es sogar ablehnen musste, als ihn der Vater kürzlich fragte, ob er denn nicht zusätzlich die elterliche Konditorei übernehmen wolle. "Dafür fehlt mir einfach die Zeit", sagt er.

Bleibt noch die Sache mit dem Wettbewerb unter Männern. Kofler Seniors Baumkuchen werden Jahr für Jahr als Deutschlands Beste ausgezeichnet. Kofler Juniors gastronomisches Gesamtkonzept wurde 1996 mit dem "Branchen-Oscar", dem Herforder Preis, gewürdigt. Wer hat also gewonnen?

"Früher", sagt Klaus Peter Kofler, "haben die Leute, wenn sie meinen Namen gehört haben, immer gesagt: Ach, gehören Sie zur Konditoren-Dynastie aus Bad Homburg! Heute heißt es: Sie sind doch der Event-Caterer aus Frankfurt mit Standbein in Berlin!"

Die Welt, 23. Nov 2003

 

"HERR DER RINGE" STARS BEGEISTERN BERLIN

[...]
Feiern bei Ochsen- und Krokodilbraten
Nach der umjubelten Film-Vorführung feierten die Stars bei der rauschenden Premierenparty im Deutschen Historischen Museum. Rings um den fünf Meter hohen Lebensbaum mit silberfarbenen Ästen, der den "White Tree of Gondor" darstellte, genoss man verschiedene Spezialitäten von Catering-Spezialisten Klaus-Peter Kofler: Glühwein und Feuerzangenbowle aus gigantischen Kesseln, klassische Cocktails von einer vier Meter langen Eisbar, ein Ochse am Spieß und Krokodilbraten unter den Bannern von Gondor und Rohan.

Den vollständigen Artikel finden Siein der Online Ausgabe der Bunten.


EUROPAPRÄMIERE OHNE FRODO

"Herr der Ringe"-Star Elijah Wood kommt nur zu Interviews - Caterer Kofler serviert zur Party Krokodil.

Es wird die wahrscheinlich teuerste und originellste Filmpremiere, die Berlin je erlebt hat. Die Europapremiere des letzten Teils der "Herr der Ringe"-Trilogie. Die Auenland-Sause muss allerdings ohne Hauptdarsteller Frodo auskommen. Schauspieler Elijah Wood sitzt heute Abend zwar bei Thomas Gottschalks "Wetten, dass ...?" in Freiburg auf der Couch. Er wird aber nicht zur Europapremiere am 10. Dezember kommen. Offizielle Begründung: Wood tue viel für den Film, könne den Termin aber nicht wahrnehmen. Kleiner Trost: Der Ringträger Frodo reist trotzdem nach Berlin. Anlässlich des Mega-Kinoevents "Die Rückkehr des Königs" stellt er sich morgen in der deutschen Hauptstadt einem Interview-Marathon.

Zeitgleich beginnen im Sony-Center und dem Deutschen Historischen Museum die Aufbauarbeiten für die Premiere. Das gesamte Sony-Center wird in Mittelerde verwandelt, der Rote Teppich führt direkt über den Brunnen. Am Deutschen Historischen Museum, in dem die Filmparty steigt, wird es einen zweiten Teppich geben. Zentrum der Party ist ein fünf Meter hoher Lebensbaum mit silberfarbenen Ästen ("White Tree of Gondor"). Um den Baum werden verschiedene Bars und Live-Cooking-Stationen verteilt. Das Catering übernimmt Klaus-Peter Kofler.

Aus riesigen Kesseln wird Glühwein und Feuerzangenbowle ausgeschenkt, ein Ochse brutzelt stilecht am Spieß, unter Bannern von Gondor und Rohan gibt es Krokodilbraten, während an einer vier Meter langen Eisbar klassische Cocktails gemixt werden. Um die Wege für seine 130 Servicekräfte kurz zu halten, lassen Kofler und seine Projektleiterinnen Susanne Lacrouts und Vera Lahme fünf Küchen aufbauen, in denen wiederum 40 Mitarbeiter stehen.

In den Küchen hängen Fotos der VIPs des Abends - der Schauspieler, der Geldgeber und natürlich das von Regisseur Peter Jackson. Ihm zuliebe werden die Gläser im Schlüterhof auch mit neuseeländischem Sekt und Wein gefüllt. Edel-Caterer Kofler, der 2004 damit beginnt, den Hauptsitz seines Unternehmens nach Berlin zu verlegen: "Es ist die erste Filmpremiere im Schlüterhof. Wir hatten bereits mehrere Anfragen, aber wir wollten mit einem echten Knaller starten."

Den dürfte es Mittwochabend geben: Der Vorstandschef des amerikanischen Medien- und Unterhaltungskonzerns Time Warner, Richard Parsons, hat sich nicht umsonst angekündigt. 40 Schiffscontainer mit Original-Dekorationen aus dem Film werden ausgepackt und aufgebaut, darunter die Schlafquartiere von Edoras und das Gasthaus zum grünen Drachen.

Auch Originalkostüme werden ausgestellt. Einen VIP-Bereich im klassischen Sinne wird es nicht geben, wohl aber einen Rückzugsbereich für die Stars: Zur Europapremiere und der Party werden neben Regisseur Jackson die Darsteller Viggo Mortensen (Aragorn), Liv Tyler (Arwen), Ian McKellen (Gandalf), Sean Astin (Sam), Billy Boyd (Pippin) und Dominic Monaghan (Merry) erwartet.

Bereits am Sony-Center werden sich Journalisten aus ganz Europa und Japan drängeln. Das Defilee am Kino beginnt um 17.30 Uhr. In der Hauptstadt Wellington kamen am 1. Dezember mehr als 100 000 Neuseeländer zur Weltpremiere. Die Filmcrew wurde von einer Parade aus Kriegern, Orks und Hobbits eskortiert. Auch in Berlin werden zahlreiche kostümierte "Herr der Ringe"-Fans erwartet, die ihren Helden zujubeln wollen. Offizieller deutscher Kinostart der "Rückkehr des Königs" ist dann in der Nacht vom 16. zum 17. Dezember.

Berliner Morgenpost Online, 8.12.2003

 

RANDNOTIZEN

Zwei interessante Randnotizen: Mit Klaus-Peter Kofler erreichte erstmals ein Gourmet-Caterer, der in seiner Palette ein Restaurant hat (die elegante Villa Merton in Frankfurt), einen Michelin-Stern, und der absolute Sternensammler ist der Hotelier Thomas Althoff mit sieben gastronomischen Edelauszeichnungen für seine Hotelrestaurants.“

(Auszug aus der Welt vom 01. Dezember 2003, Heinz Horrmann)

 

DIE FIRMA KOFLER & COMPANY - TOMORROW'S FIRST CATERING COMPANY

Die Kundenkartei des Event-Caterers Kofler & Kompany liest sich wie das „Who is Who“ der internationalen Wirtschaftswelt. Von A wie Armani bis Z wie Zumtobel – es gibt kaum ein großes Unternehmen, das den Frankfurter Unternehmer Klaus Peter Kofler noch nicht für eine Veranstaltung gebucht hat.
Der gebürtige Bad Homburger, der einst als Konditor im elterlichen Betrieb begann, seinen Meister machte, studierte anschließend Betriebswirtschaftslehre und schloß 1987 mit einem Diplom ab. Auf dieser Basis gründete der heute 39jährige 1992 seine eigene Firma, die schnell auf Expansionskurs ging. Zunächst profilierte sich Kofler mit seinem jungen Unternehmen im Frankfurter Raum. Die Kunsthalle Schirn bot die erste Veranstaltungsfläche, die Klaus Peter Kofler mit seinem Team erfolgreich bespielte. Eingebunden in die optische Gestaltung des Projekts wurde der international renommierte Interieurdesigner Alfredo Arribas. So entstand ein Gesamtkonzept, für das Kofler 1996 mit dem „Branchen-Oscar“, dem Herforder Preis ausgezeichnet wurde. Was nun fehlte, war ein adäquater Rahmen, um die kreative Küche Koflers perfekt in Szene zu setzen. Man fand ihn mit der „Villa Merton“ im Diplomatenviertel der Main-Metropole. Bereits im ersten Jahr würdigte der Gault Millau die Leistungen von Kofler und seinem Team mit zwei Hauben.

In Frankfurt sind zwei Teams im Einsatz, um die Veranstaltungen der Kunden vom Anfang bis zum Ende zu betreuen. Für den Kunden ist es wichtig, dass er stets denselben Ansprechpartner hat, so Kofler‘s Prinzip. Dabei achtet er darauf, dass selbst Firmen-CI’s ins gastronomische Konzept integriert werden. Eine gelungene Präsentation von Essen und Trinken allein genügt schon lange nicht mehr. Die Stärke von Kofler & Company liegt deshalb ebenso in den Bereichen Kommunikations- und Inszenierungskonzeption.

Das Catering für die Hessische Landesvertretung von Juni 2001 bis April 2003 war für Kofler der Brückenschlag nach Berlin. Als er 2001 das Sommerfest für Bertelsmann ausrichtete, hatte er sich schon längst unter den besten Event-Caterern Europas etabliert. Gerade wurde er auf Platz drei der „Top Ten“ nominiert und liegt damit vor dem Münchener Mitbewerber Feinkost Käfer. Den Ritterschlag jedoch erhielten Kofler & Company mit dem Pachtvertrag über die Bewirtung im Zeughaus des Deutschen Historischen Museums in Berlin.
Kofler überzeugte mit seinem Veranstaltungskonzept, das u.a. auch ein Café (ab Frühjahr 2004) im Zeughaus vorsieht und verhandelte erfolgreich ein Exklusiv-Catering auf zehn Jahre (zehn weitere sind optioniert). Somit sind Kofler & Company in der Hauptstadt präsent wie kaum ein anderes Catering-Unternehmen. Einen repräsentativeren Rahmen für festliche Galas, Empfänge oder Moden-Schauen wie in diesem imposanten Gebäude mit dem angrenzenden Pei-Bau, hätte sich Kofler nicht wünschen können.
Um den Kunden vorab einen Eindruck zeitgemäßer Kost zu vermitteln, hat Kofler in Berlin eine “Atelierküche“ im Wert von 100.000 Euro in Kooperation mit dem renommierten italienischen Hersteller Strato eingerichtet. In diesem puristischen Ambiente in der Nähe des Potsdamer Platzes werden die allerneuesten Trends zubereitet. Pro Saison kreieren Kofler und sein Team eine neue Kollektion feiner Speisen; eine Idee, die sich Kofler unter dem Begriff „PRET/A/DINER“ schützen ließ.

Vor Ort - innerhalb einer Veranstaltung - kommt jeweils eine Mobile-Küche zum Einsatz, die sich flexibel den jeweiligen räumlichen Verhältnissen anpasst. So können selbst für mehrere hundert Gäste die einzelnen Gänge einer Speisenfolge frisch zubereitet werden.
Dementsprechend bedarf es eines angemessenen Services: Kofler & Company greifen auf einen bundesweiten Pool fester Servicekräfte zurück, um auch hier einen hohen Standard zu gewährleisten.

In wirtschaftlich angespannten Zeiten, in denen auch große Firmen kalkulieren, ob sechsstellige Beträge in Veranstaltungen investiert werden können, entscheidet sich viel über den Preis, den ein Caterer veranschlagt. Doch Klaus Peter Kofler bleibt bei dem in der Branche weit verbreiteten Thema „Kalkulation unterhalb der Deckungsgrenze“ gelassen: „Ruinösen und damit unverantwortlichen Wettbewerb wird es bei mir nicht geben.“

Die Zukunft betrachtet Kofler dagegen optimistisch und seine Auftragssituation, die er insgesamt um 40 Prozent steigern konnte, deutet er als positiven Indikator einer wirtschaftlichen Aufwärts-Entwicklung. Für 2003 will Kofler einen Umsatz von zehn Millionen Euro erreichen. Und es bleiben ihm ausreichend Kapazitäten, sein Einsatzgebiet auch auf internationaler Ebene weiter auszubauen.

Deshalb verstärkte Kofler sein Hauptstadt-Team von fünf auf 15 Mitarbeiter - entgegen dem derzeitigen Trend. Zusammen mit zwei erfahrenen Mitarbeitern stellt Kofler die Geschäftsleitung. Insgesamt werden bei Kofler & Company 80 Mitarbeiter beschäftigt. Man arbeitet teamorientiert. Dazu zählt auch der „Self Performance Guide“, ein Test, in dem sich die Mitarbeiter gegenseitig zu bewerten haben - Kofler nicht ausgenommen.

„Der Wettbewerb verlangt nicht nur Mut, Kreativität und Leidenschaft“, resümiert Kofler. „Wir handeln in dem Bewusstsein, dass es dem Kunden gegenüber nur eine Chance gibt. Eine Veranstaltung lässt sich nicht wiederholen.“
Den Umstand, dass seine kulinarischen Kreationen während einer Veranstaltung einem Gast nebensächlich erscheinen könnten, fürchtet Kofler nicht. Er begreift seine Leistungen als „Event im Event“. Und da die Firmenphilosophie von Kofler & Company „Tomorrow‘s First Catering Company“ lautet, ist das zukünftige Ziel bereits Programm.

Birgit v. Heintze

 

ZUR PERSON (KLAUS-PETER KOFLER)

Als Klaus Peter Kofler vor 12 Jahren die Entscheidung traf, seine Pferde an den Reitstall Paul Schockemöhle zu verkaufen, war nicht absehbar, dass dieser Schritt der erste auf einer eindrucksvollen Karriereleiter sein würde. Und weil Kofler, damaliger Profi-Springreiter und Mitglied der deutschen Nationalmannschaft, keine halben Sachen mag, überließ er seinem ehemaligen sportlichen Vorbild Schockemöhle auch gleich Sättel, Trensen und Pferdetransporter. Statt den Preis der Nationen zu bestreiten, konzentrierte er sich auf die Ausrichtung seines neu gegründeten Unternehmens, das seit 1996 Kofler & Company heißt, mit der Zielsetzung, „Tomorrows First Catering Company“ zu werden.

Den Weg dorthin hat Klaus Peter Kofler längst eingeschlagen. Seitdem der 39jährige 2001 den Exklusiv-Vertrag für die Bewirtung des Zeughauses im Deutschen Historischen Museum abgeschlossen hat, ist er in Berlin an einer der prominentesten Adressen für Kunst und Kultur vertreten. Der Prachtboulevard Unter den Linden mit der Hausnummer zwei ist durch den Zuschlag an Kofler und seine Event-Firma nun auch die edelste Partyadresse der Hauptstadt.

1823 gründeten Koflers Vorfahren im hessischen Bad Homburg die Stadtbäckerei und belieferten mit ihrem feinen Konfekt den Hof des Kaisers. Es entstand ein Familienunternehmen, das heute in sechster Generation geführt wird. Vor dieser Familientradition hatte auch Klaus Peter Kofler das Konditor-Handwerk zu erlernen, das er mit einer Meisterprüfung abschloß, um dann an der Fachhochschule in Frankfurt am Main ein Studium der Betriebswirtschaftslehre aufzunehmen. 1987 machte er sein Diplom und entschied, sich dem Profi-Reitsport zu widmen.

Und da die Konkurrenz bekanntermaßen nicht schläft, ist Kofler immer auf dem Sprung. Er pendelt zwischen seinen Firmensitzen Berlin und Frankfurt, wo er auch seinen privaten Lebensmittelpunkt angesiedelt hat und mit seiner Frau, einer Zahnärztin und dem gemeinsamen Sohn ein Haus mit Garten bewohnt.

An Berlin mag der kunst-interessierte Kofler die multikulturelle Vielfalt. Um aber Trends aufzuspüren, die er anschließend in seine kreative Küche einfließen lässt, reist Kofler quer durch Europa. Und wenn Ducasse in Paris seinen Kreationen auffällig viel Brot beifügt, weiß Kofler, was er seinen Kunden als allerneuesten Trend präsentieren kann.

Koflers Credo: Essen ist dann gut, wenn nichts mehr weg gelassen werden kann. Was zählt, ist der Geschmack. Und der muss überzeugen, oft schon mit dem ersten Bissen. Dabei ist sein Anspruch hoch: „Ein Essen für 500 Gäste muss genauso schmecken, als kochte man für zwei.“ Natürlich stimmt es ihn nicht gerade froh, wenn seine Speisen gedankenlos konsumiert werden. Wenn aber das gereichte Essen auf einer Veranstaltung zur schönsten Nebensache wird und sich die Gäste später erinnern, was sie gegessen haben, dann ist Kofler zufrieden.

Birgit v. Heintze

 

DAS ZEUGHAUS - RAUM FÜR KUNST UND KULINARIK

Die Hausnummer zwei Unter den Linden in Berlin-Mitte ist eine der Top-Adressen der Hauptstadt. Eingebettet in ein klassizistisches Meisterensemble prominenter Schinkelbauten residiert hier das Deutsche Historische Museum. Seit Mai dieses Jahres wurden die historischen Mauern durch einen vielbeachteten Neubau für Wechselausstellungen erweitert. Ein Zusammentreffen von Klassik und Moderne, letztere umgesetzt durch den sino-amerikanischen Stararchitekten Leoh Ming Pei. Stattliche 54 Millionen Euro ließen sich die Bauherren diesen einzigen Pei-Bau in Deutschland kosten. Das derartige Dimensionen nur noch Großes nach sich ziehen, liegt auf der Hand. Schnell wurde deutlich, dass dieses imposante Ambiente nicht nur historischen Zeugnissen einen passenden Rahmen bietet. Im Frühjahr lud der Mailänder Modedesigner Georgio Armani zu einer Party in diese bedeutungsvollen Räumlichkeiten. Inszeniert wurde dieses medienpräsente Spektakel von dem in Frankfurt und Berlin ansässigen Event-Caterer Kofler & Company. Eine Veranstaltung der Superlative, die demon-strierte, dass sich hier der perfekte Raum für Kunst und Kulinarik darbietet. Doch bis zu den ersten gereichten Häppchen verging eine langjährige und wechselvolle Planungszeit.

Schon vor dem Mauerfall 1989 war die Bundesregierung auf der Suche nach einem geeigneten Standort für ein historisches Museum. Verschiedene Orte, darunter der Reichstag und die Spandauer Zitadelle standen zur Disposition, ehe man sich auf das älteste und einzig erhaltene Barockgebäude Berlins an der Straße Unter den Linden verständigte.
Im Jahr 1791 von König Friedrich I. von Preussen in Auftrag gegeben, diente der 30 Jahre später fertig gestellte Bau zunächst als Waffenarsenal, danach u.a. als Ruhmeshalle der brandenburgisch-preussischen Armee.
Heute zählt das Zeughaus aufgrund der bildhauerischen Arbeiten wie der Masken sterbender Krieger von Andreas Schlüter zu den schönsten Barockbauten Deutschlands. Hier werden Ende nächsten Jahres auf 7.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche 700.000 Objekte aus einer 300 Jahre umfassenden Sammlungsgeschichte als Dauerausstellung gezeigt.
Für Wechselausstellungen sollte ein neues Gebäude geschaffen werden. Es war Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl, der 1995 den bedeutendsten Architekten der Gegenwart I. M. Pei bat, mit der konzeptionellen Umsetzung, einer Verbindung zwischen alt und neu, zu beginnen.
Weltberühmt wurde der heute 84jährige Pei in den 70er und 80er Jahren durch den Bau der National Gallery in Washington und vor allem durch die Pyramiden-Erweiterung des Grand Louvre in Paris. In Berlin gelang dem ehemaligen Bauhaus-Schüler und engen Freund Marcel Breuers ein Meisterwerk von Licht und Raum: der spiralförmige Treppenturm gleicht einer imposanten Glasspindel, die eine Fläche von 2.700 Quadratmetern für Wechselausstellungen bietet. Die Vorliebe Peis für Transparenz wird auch durch den gläsernen, überdachten Lichthof, dem 1.600 Quadratmeter großen Schlüterhof, veranschaulicht. Auch hier wahrte Pei, ein bekennender Bewunderer Karl Friedrich Schinkels, die historischen Vorgaben, denn das architektonische Kleinod Schlüters hatte schon in der Zeit zwischen 1878 und 1945 eine gläserne Überdachung.

„Als ich den Schlüterhof, das Zeughaus und den Pei-Bau das erste Mal betrat, war ich nicht nur fasziniert von den klassischen und modernen Elementen“, beschreibt Event-Caterer Klaus Peter Kofler das Berliner Monument. „Es ist der einmalige Rahmen für Veranstaltungen der besonderen Art, die sich hier perfekt realisieren lassen.“
Und genau das wird er künftig machen: Unter allen Mitbewerbern der Branche waren es Kofler & Company, die sich mit ihrem Veranstaltungskonzept die Exklusiv-Rechte für das Catering im Zeughaus auf zehn Jahre sichern konnten.

Birgit v. Heintze

 

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